Zusammenfassung von Ist der Markt noch zu retten?

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Ist der Markt noch zu retten? Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Peter Bofinger weiß, was an den Stammtischen über Politiker gedacht und gesagt wird. Und über den Staat, der nur nimmt und nimmt und nimmt. Schwierig, unter solchen Vorzeichen zu einer Ehrenrettung anzutreten. Als einer der profiliertesten deutschen Volkswirte nimmt Bofinger das Wagnis trotzdem auf sich. Schlauerweise gibt er erst zu, was falsch läuft, dreht dann den Spieß aber um und sagt: Der Staat ist jeder Einzelne von uns. Er ist nur so kraftvoll, wie wir ihn machen. Bofingers Wunsch: ein starker Bürgerstaat, der ein Gegengewicht zu den aus dem Ruder gelaufenen Marktkräften bildet. Mehr noch: der dem Markt die Spielregeln vorgibt. Damit, so der Autor, wäre die Titelfrage „Ist der Markt noch zu retten?“ durchaus positiv zu beantworten. Ein klar analysierendes und elegant geschriebenes Plädoyer für mehr Bürgersinn, meint getAbstract und empfiehlt das Buch allen, deren unbedingter Glaube an die Marktwirtschaft ein wenig ins Wanken geraten ist.

Über den Autor

Peter Bofinger lehrt Volkswirtschaft an der Universität Würzburg und ist einer der deutschen „Wirtschaftsweisen“. Er zählt zu den prominentesten und streitbarsten Ökonomen in Deutschland, die sich immer wieder in aktuelle politische Debatten einschalten. Bofinger ist auch Autor des Buches Wir sind besser als wir glauben.

 

Zusammenfassung

Das Comeback des Staates

Weltweit sorgt der Staat derzeit dafür, dass der Kapitalismus nicht zusammenbricht. Anstatt wie zu Zeiten der Großen Depression (vergeblich) auf die Selbstheilungskräfte des Marktes zu setzen, versuchen Politiker und Notenbanken mit Steuer- und Zinssenkungen zu verhindern, dass die global vernetzte Wirtschaft kollabiert. Es ist bereits abzusehen, dass die Hilfe wirkt. Die Weltwirtschaft wird wieder in die Gänge kommen. Die Frage ist nur: Wie wird sie dann aussehen? Anders formuliert: Wie lässt sich vermeiden, dass ähnliche Mechanismen wieder greifen und erneut zum Kollaps führen?

Wer nur an strengere Regeln für die Bankenaufsicht denkt und ansonsten „Weiter so!“ ruft, denkt nicht weit genug. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren erkennen müssen, welche selbstzerstörerischen Kräfte ein System entwickeln kann, das sich selbst überlassen wird. Zuvor war jahrzehntelang der Glaube an den Markt gewachsen, entsprechend hatte die Politik sich zurückdrängen lassen. Jetzt ist die Zeit gekommen, das Verhältnis umzudrehen: Was wir brauchen, ist ein Markt unter Aufsicht des Staates – nicht umgekehrt. Nur so kann die wirtschaftliche Dynamik den allgemeinen...


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