Zusammenfassung von Jenseits von Brüssel

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Jenseits von Brüssel Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Visionär
  • Eloquent
  • Inspirierend

Rezension

Die einst hehre Idee eines vereinten Europas ist zu einer bürokratischen Veranstaltung verkommen. Die Begeisterung für ein grosses Ganzes ist bei den Bürgern dem Unwillen über die Regulierungswut und die Realitätsferne der Brüsseler Bürokratie gewichen. Wir brauchen eine neue Vision von Europa, die uns über die grossen Herausforderungen trägt, die in Gestalt der Globalisierung auf uns zukommen. Das ist die Ausgangsthese von Lothar Späth und Herbert A. Henzler. Es gelingt ihnen, an konkreten Zusammenhängen sowohl die Gründe für die gegenwärtige Misere auszumachen als auch praktikable und verlockende Alternativen zu weisen. Sie zeigen, welches Potenzial in einem Europa steckt, das sich selbstbewusst sowohl von den USA als auch von den Schwellenländern Asiens abgrenzt. Über die Angemessenheit einzelner Massnahmen zur Meisterung des anstehenden Strukturwandels lässt sich gewiss streiten, der Entwurf insgesamt ist jedoch überzeugend. getAbstract wünscht dem schwungvoll und anschaulich geschriebenen Buch viele Leser, die sich anregen lassen, die Europadiskussion neu und differenziert anzugehen.

Über die Autoren

Prof. Dr. Herbert A. Henzler ist seit 1970 Berater bei McKinsey&Company Inc. und seit 1999 Chairman von McKinsey Europa. Henzler war u. a. Berater des Bundeswirtschaftsministeriums. Dr. Lothar Späth führte von 1978 bis 1991 als Ministerpräsident die Landesregierung von Baden-Württemberg. 1991 übernahm er die Geschäftsführung der Jenoptik GmbH und ist heute Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG.

 

Zusammenfassung

Der europäische Binnenmarkt - eine Episode auf dem Weg zum globalen Markt

Wenn Anfang 2002 mit der Euro-Einführung der europäische Binnenmarkt Realität wird, so ist das wichtigste politische Ziel der Nachkriegszeit bereits überholt. Von einer Entwicklung nämlich, die ein noch viel grösseres Rad dreht: der Globalisierung. Der Fortschritt der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie hebt die Einheit von Volkswirtschaft und Nationalstaat zunehmend auf. Die Tendenz geht zu einem völlig grenzenlosen und freien Welthandel. Der europäische Binnenmarkt ist also prinzipiell nichts Einmaliges mehr. Einmalig ist aber immer noch seine institutionelle Einbettung in eine politische Union.

Oft hört man, die Globalisierung bedeute den Verlust des Primats der Politik. Das ist nur bedingt richtig. Bereiche wie die Gesundheitsvorsorge, die Sozialsysteme sowie Bildung und Kultur werden auch weiterhin Aufgaben einer nationalen Politik bleiben. Allerdings vermehrt die Globalisierung die Zahl der kritischen Zuschauer staatlicher Politik und sie lässt oft Probleme in einem neuen Kontext erscheinen. Auch in der Frage der künftigen politischen Gestalt Europas verlangt die Globalisierung...


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