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Judo mit Worten

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Judo mit Worten

Wie Sie gelassen Kontra geben

Kösel,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Wer angegriffen wird, muss zurückschlagen? Das ist Gorilla-Taktik. Es gibt viel subtilere Strategien, sich zu wehren.


Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Umsetzbar

Rezension

Es sind oft die kleinen fiesen Sticheleien, die einen so richtig auf die Palme bringen. Dann wünscht man sich nichts sehnlicher, als den anderen mit einem verbalen Knalleffekt an die Wand zu klatschen – bildlich gesprochen. Das klappt aber meist nicht, weil einem just in dem Moment nichts Passendes einfällt. Nach der Lektüre dieses Buchs wird sich das ändern. Barbara Berckhan greift tief in die Trickkiste der Kommunikation und zeigt ganz neue und oft verblüffend einfache Strategien, um sich gegen Respektlosigkeit zur Wehr zu setzen. Immer auf hohem Niveau, ohne einen Kahlschlag zu hinterlassen. Selbst wenn mitunter leise Zweifel aufkommen, ob jede der angepriesenen Methoden funktioniert – einen Versuch sind sie wert. Und wer sich nicht traut, kann dies künftig mit erhobenem Kopf tun, denn selbstbewusstes Schweigen ist auch eine Antwort. getAbstract meint, diese Art des Konterns sollte jeder beherrschen, und empfiehlt das Buch allen, die Streit, Scheidung und Nachbarschaftskrieg vermeiden wollen.

Zusammenfassung

Bleiben Sie ruhig

Oft reicht ein einziges Wort, eine einzige gemeine Bemerkung, und Ihnen schwillt der Hals wie einem Truthahn. Ob Sie jetzt explodieren oder sich einfach wortlos zurückziehen, beides macht Sie nicht glücklich, weil beides so viel vom Stresshormon Cortisol in Ihrem Körper freisetzt, dass Sie davon krank werden können. Es muss eine andere Methode geben, sich zu wehren, ohne dem eigenen Körper zu schaden.

Vermeiden Sie es also, wie Rumpelstilzchen in die Luft zu gehen. Warten Sie wenigstens eine Sekunde und stellen Sie Ihrem Gegenüber die Frage: „Was meist du damit?“ Jetzt hat dieser die Gelegenheit, das beleidigende Wort zu erklären, die Bemerkung zu relativieren oder ehrlich zu sagen, was ihm nicht passt. Das nimmt der Situation fürs Erste die Schärfe.

Manchmal funktioniert so eine entgiftende Frage aber nicht, weil der andere fröhlich weiterpöbelt. Lassen Sie sich dennoch nicht provozieren, bleiben Sie souverän und stellen Sie eben die nächste entgiftende Frage. Sie zeigen damit, dass Ihnen eine Aussprache wichtig ist. Wenn Ihr Gegenüber das Angebot nicht annimmt, müssen Sie das allerdings akzeptieren, erzwingen können Sie es nicht. Aber genauso...

Über die Autorin

Barbara Berckhan hat sich bei ihrem Studium der Pädagogik und Psychologie auf Erwachsenenbildung spezialisiert und arbeitet inzwischen seit über 20 Jahren als selbstständige Kommunikationstrainerin.


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