Zusammenfassung von Kampf der Kulturen

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Kampf der Kulturen Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Kaum eine politikwissenschaftliche These hat in den vergangenen Jahren für mehr Kontroversen gesorgt als die vom „Kampf der Kulturen“. Ihre Anhänger sehen vor allem nach dem 11. September 2001 die Analyse des Autors bestätigt, dass nichtwestliche Kulturen darauf aus seien, den Westen zu zerstören. Huntingtons zahlreiche Gegner kritisieren jedoch sein stark vereinfachendes Weltbild sowie mangelnde wissenschaftliche Genauigkeit. So teilt er die Welt z. B. in sieben oder acht Kulturkreise ein, die alle unterschiedlichen Kriterien entsprechen – religiösen, historischen oder geographischen. Interkulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, wie etwa die Tatsache, dass ein indischer Computerspezialist mehr mit seinem amerikanischen Kollegen gemeinsam haben könnte als mit einem Strassenkind in Kalkutta, ignoriert er vollständig. Sein Verdienst liegt aber darin, die Aufmerksamkeit auf den kulturellen Faktor in internationalen Konflikten gelenkt zu haben. Die Schlussfolgerungen zu akzeptieren oder nicht, bleibt letztlich dem Leser überlassen. getAbstract empfiehlt das Werk allen, die in einer der wichtigsten Diskussionen der Gegenwart mitreden wollen.

Über den Autor

Samuel P. Huntington, Jahrgang 1927, ist Professor für Politikwissenschaft und Berater des US-Aussenministeriums. Darüber hinaus ist er Leiter des John-M.-Olin-Instituts für Strategische Studien an der Universität Harvard und Mitbegründer der Zeitschrift Foreign Affairs. Als Autor zahlreicher Fachartikel hat er sich mehrfach mit den weltpolitischen Perspektiven des 21. Jahrhunderts beschäftigt.

 

Zusammenfassung

Die Ideologie ist tot, es lebe die Kultur

Viele Menschen glaubten, dass mit dem Ende des Kalten Krieges ein neues, goldenes Zeitalter des globalen Friedens anbrechen würde. Der Westen schien ja als „Sieger“ aus dem Kampf der Ideologien hervorgegangen zu sein und sollte daher dem Rest der Welt fortan als Vorbild dienen. Doch die Vision der „einen Welt“ wurde schnell als Illusion entlarvt. Der blutige Krieg zwischen Kroaten, Serben und Bosniern im ehemaligen Jugoslawien ist nur ein Beispiel von vielen, die eine ganz andere These belegen: Durch den Wegfall künstlicher, ideologisch bestimmter Grenzen und Strukturen besinnt sich der Mensch wieder auf das, was ihn historisch schon immer ausmachte: Herkunft, Religion, Sprache, Sitten und überlieferte Werte – kurz, auf seine Kultur.

Der Westen und die anderen

Die Welt von heute lässt sich in acht grosse Kulturkreise aufteilen: sinisch, japanisch, hinduistisch, islamisch, slawisch-orthodox, lateinamerikanisch, westlich und afrikanisch. Die westliche Kultur umfasst heute Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland. Die wesentlichen Merkmale der westlichen Kultur sind ihr klassisches Erbe, europäische Sprachen...


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