Zusammenfassung von Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen

Amsterdam 1755
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Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen Buchzusammenfassung
Der Mensch ist von Natur aus gut, sagt Rousseau, doch die Gesellschaft hat ihn verdorben.

Rezension

Der Mensch ist von Natur aus gut

Der sogenannte Naturzustand des Menschen war im 18. Jahrhundert ein beliebtes theoretisches Konstrukt. Es war eine Zeit, in der staatliche Macht mehr und mehr hinterfragt wurde und ein zunehmend emanzipiertes Bürgertum sein Mitspracherecht einzufordern begann. Dadurch wurden Grundsatzfragen akut: Wie soll ein idealer Staat, wie eine gerechte Gesellschaft aussehen? Welche Maßstäbe sollen für gute Gesetze gelten? Um diese Fragen zu beantworten, dachten Philosophen darüber nach, warum Menschen sich überhaupt zu Gesellschaften zusammengefunden haben. Jean-Jacques Rousseaus hielt den Naturzustand des Menschen für ein Paradies auf Erden, ohne Not und Zwänge. Doch dieser Zustand, so Rousseau, entartete durch die Erfindung des Eigentums zu kriegerischem Chaos. Hier bot ein Gesellschaftsvertrag einen echten Mehrwert: Sicherheit, ein ruhiges Leben – und das bei weitgehender Wahrung der Freiheit. Rousseaus Ideal war die Republik Genf, der er seine Schrift widmete. Seine Gedanken zu Freiheit, Gleichheit und den Grundlagen bürgerlichen Rechts haben viele moderne politische Entwicklungen enorm beeinflusst. Ein Blick in die Schrift lohnt auch mehr als 200 Jahre nach ihrer Entstehung.

Zusammenfassung

Der Republik Genf gewidmet
Die Staatsform der Republik Genf schafft es auf vorbildliche Weise, die natürliche Gleichheit der Menschen und die Ungleichheit, die jede Art von Gesellschaft hervorbringt, in ein Gleichgewicht zu bringen. Der Staat ist relativ klein und überschaubar, die Regierung...
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Über den Autor

Jean-Jacques Rousseau wird am 28. Juni 1712 als Sohn einer protestantischen Familie französischer Herkunft in Genf geboren. Die Mutter stirbt kurz nach der Geburt; der in Fantastereien befangene Vater, ein Uhrmacher, kümmert sich wenig um seinen Sohn und vertraut ihn schließlich einem Pfarrer an. Obwohl Jean-Jacques nicht zur Schule geht, lernt er sehr früh lesen und wird zunächst Lehrling bei einem Graveur, später bei einem Gerichtsschreiber. Mit 16 Jahren geht er auf Wanderschaft, wobei er in Savoyen bei der frommen Madame de Warens unterkommt, die einen prägenden Einfluss auf ihn ausübt und ihn zum Katholizismus bekehrt. Rousseau beginnt Ausbildungen in einem Priesterseminar und bei einem Musiklehrer, bricht jedoch beide ab. Später geht er nach Paris, wo er ein karges Leben als Hauslehrer und Kopist von Partituren fristet. Er verkehrt in Intellektuellenkreisen und liiert sich mit der Dienstmagd Thérèse Levasseur, die er allerdings erst 23 Jahre später heiratet. Die fünf gemeinsamen Kinder gibt das Paar in einem Waisenhaus ab. Während eines kurzen Aufenthalts in Genf nimmt Rousseau die zuvor verlorene Bürgerschaft der Stadt wieder an. Gleichzeitig schwört er dem Katholizismus ab. Rousseau macht sich durch seine gesellschaftstheoretischen Schriften einen Namen und schreibt zwischen 1756 und 1762 seine erfolgreichsten und wirkmächtigsten Werke, darunter Julie oder Die neue Héloïse (Julie ou la Nouvelle Héloïse, 1761), Emile oder über die Erziehung (Émile ou De l’éducation, 1762) und das staatsphilosophische Werk Vom Gesellschaftsvertrag (Du Contract Social, 1762). Das Pariser Parlament verbietet Emile wegen ketzerischer Ansichten, in Genf wird das Buch gemeinsam mit Vom Gesellschaftsvertrag öffentlich verbrannt. Rousseau, der mit der Pariser Intellektuellenszene endgültig gebrochen hat und zunehmend an Verfolgungswahn leidet, geht wieder auf Wanderschaft. Er hält sich in der Schweiz, in Preußen und auf Einladung von David Hume in London auf, um schließlich unter dem Decknamen Renou nach Paris zurückzukehren. 1778 ist er Gast des Marquis de Girardin auf Schloss Ermenonville, wo er am 2. Juli stirbt. 1794 werden seine Gebeine ins Pariser Panthéon übergeführt.


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