Zusammenfassung von Amerika

München 1927
Diese Ausgabe: Suhrkamp, Mehr

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Amerika Buchzusammenfassung
Zum 125. Geburtstag von Franz Kafka: sein allererster Roman.

Rezension

Kafkas erster Roman

Amerika ist der unbekannteste von Kafkas Romanen und wohl auch der am wenigsten kafkaeske – der Begriff steht für die eigentümlich absurde, oft irreale und bedrohliche Stimmung in Kafkas Werken. Amerika ist eher von einer leichten, hoffnungsvollen Erzählweise geprägt, durch die das Kafkaeske nur hin und wieder durchscheint: Ein 16-Jähriger wird von seinen Eltern nach Amerika geschickt und muss sich dort eine Existenz aufbauen. Durch sonderbare Zufälle findet er seinen reichen Onkel, der ihn fördert. Doch unglückliche Umstände, Ungerechtigkeiten und die eigene Gutgläubigkeit stürzen den Jungen in zunehmend ausweglose Situationen. Er wird zum Opfer und Spielball seiner Umwelt, und alle Anstrengungen, sein Schicksal in die Hand zu nehmen, bleiben erfolglos. Franz Kafkas Roman ist Fragment geblieben. Dennoch lohnt sich die Lektüre dieses ungewöhnlichen Werks.

Zusammenfassung

Ankunft in einer fremden Welt
Der 16-jährige Karl Roßmann aus Prag wird von seinen Eltern nach Amerika geschickt, weil er ein Dienstmädchen geschwängert hat. Als er nach der Ankunft in der Fremde das Schiff verlassen will, stellt er fest, dass er seinen Regenschirm in der Kabine...
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Über den Autor

Franz Kafka wird am 3. Juli 1883 in Prag geboren. Ende des 19. Jahrhunderts gehört die Stadt zur Donaumonarchie Österreich-Ungarn. Als deutschsprachiger Jude befindet sich Kafka somit unter hauptsächlich Tschechisch sprechenden Menschen und gehört also gleich in doppelter Hinsicht einer Minderheit an. Der Vater Hermann Kafka ist Kaufmann, die Mutter im Geschäft des Vaters tätig; so wächst das Kind in der Obhut verschiedener Dienstboten auf. Die Beziehung zum Vater gestaltet sich schwierig: Hermann Kafka, cholerisch und geschäftstüchtig, bringt für seinen kränklichen, künstlerisch begabten Sohn kein Verständnis auf; der wiederum hat nicht das Selbstbewusstsein, sich den Ansprüchen des Vaters zu entziehen - ein Konflikt, der das gesamte Werk Kafkas prägen wird. Nach dem Abitur möchte Kafka eigentlich Philosophie studieren, entscheidet sich dann aber nach dem Willen des Vaters für Jura. Er promoviert 1906 und arbeitet danach bei einer Unfallversicherung. Doch diesen Beruf empfindet er als Last. Eigentlich möchte er als Schriftsteller arbeiten, hat aber neben seiner Anstellung wenig Zeit und Energie zum Schreiben. Neben kurzen, intensiven Schaffensphasen gibt es immer wieder Abschnitte, in denen er als Schriftsteller nicht produktiv sein kann. Dass Kafka noch lange bei seinen Eltern lebt, erschwert seine Lage zusätzlich; erst mit 31 Jahren bezieht er die erste eigene Wohnung. Auch seine Beziehungen zu Frauen sind problematisch. 1912 lernt er bei Max Brod die Berlinerin Felice Bauer kennen. Über mehrere Jahre hinweg korrespondieren die beiden miteinander. Sie verloben sich zweimal, beide Male geht die Partnerschaft in die Brüche. Auch andere Beziehungen zu Frauen sind nicht von Dauer. Schon früh beginnt Kafka zu schreiben, vernichtet jedoch viele seiner Manuskripte wieder. Nach Betrachtung (1913), einer Sammlung kurzer Texte, erscheinen u. a. die Erzählungen Die Verwandlung (1915) und Das Urteil (1916). Bald darauf erkrankt Franz Kafka an Tuberkulose und stirbt am 3. Juni 1924 schließlich daran. Nach seinem Tod veröffentlicht Max Brod entgegen Kafkas Willen die anderen noch erhaltenen Manuskripte, darunter die Romane Der Prozess und Das Schloss.


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