Zusammenfassung von Das goldene Notizbuch

London 1962
Diese Ausgabe: Hoffmann und Campe, Mehr

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Das goldene Notizbuch Buchzusammenfassung
Der wichtigste Roman der Nobelpreisträgerin: ein Meilenstein feministischer Literatur.

Rezension

Klassiker des Feminismus

Als Doris Lessing 2007 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, war vor allem dieser Roman in aller Munde. Die späte Ehrung bestätigte noch einmal die große Wirkung des Goldenen Notizbuchs, das bereits 1962 erschienen war. Noch heute beeindruckt der Roman durch das Engagement seiner Verfasserin. Der Name Doris Lessing steht nicht nur für eine klare antirassistische Haltung und eine kritische Sicht auf die eigenen kommunistischen Ideale. Wirklich berühmt wurde die Autorin mit diesem Buch als Vorkämpferin des Feminismus. Endlich wurde aus Sicht einer Frau radikal über weibliche Themen geschrieben. Lessing selbst wollte sich allerdings von der Frauenbewegung nicht vereinnahmen lassen und verwies auf die vielschichtige Struktur des Romans, durch die sie noch zahlreiche andere Möglichkeiten der Wirklichkeitswahrnehmung abgebildet habe. Nach wie vor lesenswert.

Zusammenfassung

Zwei ungebundene Frauen Im Sommer 1957 besucht Anna Wulf ihre Freundin Molly Jacobs, die zusammen mit ihrem Sohn Tommy in einer Wohnung in London lebt. Beide Frauen sind alleinerziehende Mütter und Mitglieder der Kommunistischen Partei, beide waren bei der Psychoanalytikerin...
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Über den Autor

Doris Lessing wird als Doris May Tayler am 22. Oktober 1919 in Kermanschah im heutigen Iran geboren. Ihr Vater, ein Kriegsinvalider, ist bei der Imperial Bank of Persia angestellt. Die Familie zieht 1925 in die damalige britische Kolonie Südrhodesien, das heutige Simbabwe. Die Mutter erzieht Doris mit strenger Hand und träumt von einem viktorianischen Leben „unter den Wilden“. Die riesige Maisfarm bringt jedoch nicht den erhofften Reichtum. Doris bricht bereits im Alter von 14 Jahren ihre Schullaufbahn ab und nimmt Reißaus. Sie arbeitet als Au-pair-Mädchen und Büroangestellte. Mit 19 heiratet sie und bekommt zwei Kinder, die sie jedoch bald bei ihrem Mann zurücklässt, da sie sich in der Ehe gefangen fühlt. In einer marxistischen Lesegruppe, die sich vor allem mit dem Problem der Rassentrennung beschäftigt, lernt sie den deutschen Emigranten Gottfried Lessing kennen. Sie heiratet 1945 ein zweites Mal und bekommt einen Sohn. Als auch diese Ehe 1949 zerbricht, zieht Lessing mit dem Kind nach London. Den deutschen Nachnamen behält sie bei. Sie veröffentlicht ihren ersten Roman The Grass is Singing (Afrikanische Tragödie, 1949), der autobiografisch geprägt ist und von der Rassenproblematik in Rhodesien erzählt. Das Buch ist ein Erfolg, und sie kann von nun an vom Schreiben leben. Ihren internationalen Durchbruch feiert sie mit The Golden Notebook (Das goldene Notizbuch, 1962) – bis heute ihr wichtigstes Buch. Lessings Produktivität ist enorm, sie veröffentlicht nahezu im Jahresrhythmus Romane, Theaterstücke und Essays. Um darauf aufmerksam zu machen, wie schwer es für junge Autoren ist, einen Verlag zu finden, versucht sie 1983/84, zwei Romane unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Tatsächlich werden die Bücher von ihrem englischen Verleger abgelehnt, von einem amerikanischen Verlagshaus jedoch angenommen. Im Jahr 2007 erhält Doris Lessing im Alter von 87 Jahren den Nobelpreis für Literatur.


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