Zusammenfassung von Das Prinzip Verantwortung

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Das Prinzip Verantwortung Buchzusammenfassung
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Rezension

Philosophisches Handbuch für eine aus den Fugen geratene Welt

Darf die Menschheit kollektiven Selbstmord begehen? Dass sie technisch dazu in der Lage ist, darüber bestehen bereits seit Jahrzehnten keine Zweifel. Die Philosophie hatte lange Zeit keine Antwort auf diese und andere Probleme des technologischen Zeitalters. Hans Jonas lieferte in seinem Hauptwerk von 1979 die philosophische Theorie zu den Bedrohungen durch die schier unbegrenzte Macht des Fortschritts. In Das Prinzip Verantwortung ruft er nach Zügeln, die die Menschheit von der Zerstörung ihrer selbst abhalten. Jonas zeigt auf, wieso die herkömmliche Ethik angesichts der großen Bedrohungen der Zivilisation nicht mehr hinreichend ist. Er kritisiert die Utopie des Marxismus, der genau wie der Kapitalismus auf der Ausbeutung der Natur beruht und die vergebliche Hoffnung auf einen besseren Menschen nährt. Der Philosoph hält diesem irrigen Wunschglauben das hässliche Bild des schlimmstmöglichen Endes entgegen. Nur durch die Furcht vor der Apokalypse könne die Menschheit zur Vernunft gebracht werden. Statt den Menschen mit Ernst Blochs „Prinzip Hoffnung“ untergehen zu sehen, nimmt Jonas ihn mit dem „Prinzip Verantwortung“ in die Pflicht. Jonas’ Verantwortungsethik legte den Grundstein für eine Debatte um die Zukunft der Welt, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Über den Autor

Hans Jonas wird am 10. Mai 1903 als Sohn eines Textilfabrikanten in Mönchengladbach geboren. Nach dem Abitur studiert er Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte in Freiburg, Berlin, Heidelberg und Marburg. Er ist Schüler der Philosophen Edmund Husserl und Martin Heidegger sowie des Religionswissenschaftlers Rudolf Bultmann. In dessen Seminar lernt er die Philosophin Hannah Arendt kennen, mit der er eine lebenslange Freundschaft pflegt. 1928 promoviert er mit einer Dissertation über den Begriff der Gnosis. Jonas wird in den folgenden Jahren zunehmend klarer, dass er als Jude nicht in Deutschland bleiben kann. 1933 emigriert er nach London, 1935 siedelt er nach Palästina über. Im Zweiten Weltkrieg ist er Mitglied der britischen, 1948/49 Artillerieoffizier in der israelischen Armee. 1949 zieht er nach Kanada, wo er als Professor in Montreal und Ottawa arbeitet. 1955 folgt der Umzug nach New York, wo er an der New School for Social Research forscht und lehrt. Gastprofessuren führen ihn u. a. nach Princeton, Chicago und München. Nach frühen Arbeiten zur spätantiken und frühmittelalterlichen Philosophie wendet sich Jonas Problemen der Naturphilosophie zu. Später rückt die Ethik in einer naturwissenschaftlich-technisch geprägten Welt in den Fokus seiner Arbeit. 1979 erscheint sein bekanntestes Werk Das Prinzip Verantwortung. Das Buch löst eine lebhafte und dauerhafte Debatte über die Zukunftsverantwortung von Forschung und Technik aus. 1987 erhält Jonas den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und wird Ehrenbürger seiner Heimatstadt Mönchengladbach. Hans Jonas stirbt am 5. Februar 1993 in New York. Als sich sein Todestag zum zehnten Mal jährt, erscheint posthum Jonas’ Autobiografie Erinnerungen.

 

Zusammenfassung

Das ethische Vakuum der Moderne
Die Ethik ging bisher davon aus, dass die Natur des Menschen und der Dinge im Grunde feststünde. Daraus ließen sich Grundsätze des richtigen Handelns ableiten. Ob eine Tat „gut“ oder „schlecht“ war, zeigte sich innerhalb kurzer Zeit; das menschliche Handeln...

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    Ümit Kilicgedik vor 3 Wochen
    Die Zusammenfassung ist gut, jedoch wurde der Zweckbegriff im bezug auf die Natur einfach in den Raum geschmissen, Hans Jonas erlaubt den Zweckbegriff nur zu benutzen, wenn man ihn loslöst von dem Subjektiven Zweck den Menschen darunter verstehen, dann kann es ein "immanenter und unwillkürlicher " zweck sein (S.143 Suhrkamp Edition)

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