Zusammenfassung von Der große Gatsby

New York 1925
Diese Ausgabe: Diogenes, Mehr

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Der große Gatsby Buchzusammenfassung
Der amerikanische Roman der Wilden Zwanziger: Fitzgeralds meisterhaftes Gesellschaftsporträt über den amerikanischen Traum und sein Scheitern.

Rezension

Eine verlorene Gesellschaft

F. Scott Fitzgeralds Der große Gatsby wurde erstmals 1925 veröffentlicht und gilt heute als einer der wichtigsten amerikanischen Romane des 20. Jahrhunderts. So virtuos wie unterhaltsam wird darin die vornehme New Yorker Gesellschaft des „Jazz-Age“ porträtiert: die rauschenden Feste in den Wilden Zwanzigern, aber auch die innere Leere derjenigen, die scheinbar alles erreicht haben. Fitzgerald erzählt die Geschichte des Farmersjungen James Gatz, der seinen Traum vom Erfolg vor allem als brillanter Selbstdarsteller verwirklicht. Er arbeitet sich mit nicht immer legalen Mitteln zum Millionär hoch und gibt, fortan unter dem Namen Jay Gatsby, in seiner Traumvilla auf Long Island sagenumwobene Partys. Damit will er vor allem seine große Liebe Daisy anlocken, die aus besseren Verhältnissen stammt und inzwischen längst standesgemäß verheiratet ist. Am Ende geht Gatsbys Plan auf – und ist doch zum Scheitern verurteilt: Denn wie alle Menschen um ihn herum ist Daisy in ihrem Reichtum zu einer oberflächlichen, zynischen Person geworden. Fitzgerald beschreibt die starke Anziehungskraft des „American Dream“ und liefert zugleich einen desillusionierenden Abgesang darauf – künstlerisch anspruchsvoll und spannend zugleich.

Zusammenfassung

Ankunft auf Long Island
Im Frühjahr 1922 zieht Nick Carraway aus dem Mittleren Westen nach New York, um dort als Börsenmakler sein Geld zu verdienen. Nick stammt aus einer gut situierten Kaufmannsfamilie, ist aber weniger wohlhabend als seine neuen Nachbarn im Wohnviertel West ...
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Über den Autor

Francis Scott Fitzgerald wird am 24. September 1896 als Sohn eines mittelständischen Kaufmanns in St. Paul, Minnesota, geboren. Nach seiner Schulzeit in New Jersey besucht er die Princeton University, bricht das Studium jedoch ohne Abschluss ab und meldet sich 1917 zum Militärdienst. Er wird in Montgomery, Alabama, stationiert, wo er seine spätere Frau Zelda Sayre kennen lernt. Zelda stimmt einer Heirat zu, verschiebt die Hochzeit aber mehrmals, da ihr Fitzgerald nicht wohlhabend genug ist und sie die Langeweile eines finanziell beschränkten Lebens fürchtet. Erst als ihn 1920 sein erster Roman Diesseits vom Paradies (This Side of Paradise) schlagartig berühmt macht, gibt sie ihm das Jawort. Auch Die Schönen und die Verdammten (The Beautiful and Damned, 1922) wird ein Verkaufsschlager. Nach dem Erfolg dieser Romane und der Geschichten aus der Jazz-Ära (Tales of the Jazz Age, 1922) wird das Ehepaar mit seinem ausschweifenden und glamourösen Lebensstil zum Inbegriff der „Roaring Twenties“. Von 1924 bis 1931 leben die beiden mit Tochter Scotty an der Riviera und in Paris, wo Fitzgerald Der große Gatsby (The Great Gatsby) vollendet. Der Roman fällt entgegen allen Erwartungen beim Publikum durch, und das Ehepaar gerät zunehmend in Schwierigkeiten. Die regelmäßigen Alkoholexzesse beeinträchtigen Fitzgeralds Schreiben, und das Geld für den aufwändigen Lebensstil wird knapp. Zelda erleidet nach dem Misserfolg eines 1932 von ihr veröffentlichten Romans mehrere Nervenzusammenbrüche und wird schließlich in eine Heilanstalt in Baltimore, Maryland, eingewiesen. Die Ehe zerbricht. Nachdem Fitzgeralds nächster Roman Zärtlich ist die Nacht (Tender Is the Night, 1934) erneut von der Kritik gelobt, vom Publikum aber ignoriert wird, verdingt er sich in Hollywood als Drehbuchautor und gibt sich voll und ganz dem Alkohol hin. Sein letzter Roman Der letzte Tycoon (The Last Tycoon) bleibt unvollendet. Fitzgerald stirbt 44-jährig am 21. Dezember 1940 an einem Herzinfarkt – hoch verschuldet und tief verbittert.


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