Zusammenfassung von Der Kindheitserfinder

Tel Aviv 1991
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Der Kindheitserfinder Buchzusammenfassung
Ein Roman über das Erwachsenwerden, das einfach nicht gelingen will.

Rezension

Das ewige Kind

Aaron Kleinfeld wird nicht erwachsen. Während die anderen Jungen in seinem Alter allmählich in die Pubertät kommen und zu Männern heranwachsen, bleibt Aaron klein wie ein Elfjähriger und entwickelt sich auch sonst nicht weiter. Seine Mutter macht ihm Vorwürfe, die Verwandten lachen ihn aus, bei den Mitschülern wird er zum Außenseiter. Aaron leidet und kann doch nichts ändern. So zieht er sich immer mehr in seine eigene Welt zurück, bis er schließlich den Kontakt zur Realität verliert. David Grossman ist einer der bekanntesten Schriftsteller Israels. In Der Kindheitserfinder zeichnet er das beklemmende psychologische Porträt eines Jungen, der an seiner Umwelt zerbricht. Das Buch ist überwiegend aus der Sicht Aarons erzählt und konfrontiert den Leser unmittelbar mit der immer grotesker werdenden Gedankenwelt des Jungen. Am Ende bleibt man ebenso verwirrt und hilflos zurück wie die Menschen in Aarons Umwelt, die nicht begreifen, was mit ihm geschieht. Man kann Grossmans bildreiche Sprache eindrücklich finden oder manieriert – kaltlassen wird der Roman niemanden.

Zusammenfassung

Sonderbare Fotos
Aaron Kleinfeld, elfeinhalb Jahre alt, lebt mit seiner Mutter Hinda, seinem Vater Mosche, der älteren Schwester Jochi und der senilen Großmutter Lili in einer Wohnsiedlung in Jerusalem. Er träumt davon, als Entfesselungskünstler aufzutreten...
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Über den Autor

David Grossman wird am 25. Januar 1954 in Jerusalem geboren. Sein Vater ist ein polnischer Einwanderer, die Mutter kam in Palästina zur Welt. Im Alter von neun Jahren beteiligt sich Grossman an einem Wettbewerb des israelischen Rundfunks und beeindruckt mit seinem Wissen so sehr, dass er sogleich als Korrespondent für den Jugendsender arbeiten darf. Dem Rundfunk bleibt Grossman lange Jahre treu. 1971 beginnt er seinen Militärdienst und kämpft 1973 im Jom-Kippur-Krieg. Zwei Jahre später beginnt er an der Jerusalemer Universität Philosophie und Theaterwissenschaften zu studieren. Nach dem Abschluss 1979 ist er weiter als Hörfunkjournalist tätig und veröffentlicht seine ersten literarischen Werke, die Erzählungen Laufen und Esel. Später schreibt er Bücher für seine drei Kinder sowie die Romane Das Lächeln des Lammes (1983) und Stichwort: Liebe (1986). Grossman engagiert sich für den Frieden im Nahen Osten und setzt sich für einen Dialog mit den Palästinensern ein. Dies bringt ihn in Schwierigkeiten mit seinem Arbeitgeber: Da Grossman mit der Zensur der Nachrichten nicht einverstanden ist, muss er 1988 seine Tätigkeit beim Rundfunk aufgeben. Von da an ist er ausschließlich als Schriftsteller und Printjournalist tätig. In seinen Veröffentlichungen setzt er sich weiterhin kritisch mit dem Nahostkonflikt auseinander. Er schreibt auch für palästinensische Zeitungen. Sein Engagement für die Aussöhnung im Nahen Osten bringt ihm im Ausland Achtung ein, in seiner Heimat jedoch überwiegend harsche Kritik. 2006 richtet er zusammen mit anderen israelischen Schriftstellern eine Petition an die Regierung mit der Forderung nach einem Waffenstillstand mit der Hisbollah. Nur wenige Tage später wird Grossmans Sohn Uri als Soldat im Südlibanon getötet. Weitere wichtige Werke Grossmans sind das Kinderbuch Zickzackkind (1994) und die Romane Sei du mir das Messer (1994), Wohin du mich führst (2000) und Löwenhonig (2005). Grossman lebt in einem Vorort Jerusalems.


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