Zusammenfassung von Der Monddiamant

London 1868
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Der Monddiamant Buchzusammenfassung
Das Buch Genesis für alle Krimifans.

Rezension

Ein Klassiker des Detektivromans

Mit dem Monddiamanten hat Wilkie Collins ein neues literarisches Genre, den Detektivroman, nicht nur miterfunden, sondern maßgeblich definiert. Oft wird ein Pionier von seinen Nachfolgern bald in den Schatten gestellt, und was ihm bleibt, ist der Anspruch auf Priorität. Nicht so im Fall von Wilkie Collins. Sein Monddiamant, die kunstvoll verworrene Geschichte um den mehrfachen Diebstahl eines geheimnisvollen Edelsteins, steht bis heute als idealtypisches Muster des Genres da. Damit soll nicht gesagt sein, dass es sich beim Monddiamanten um Hochliteratur, bei der Masse der von ihm beeinflussten Werke aber um Trivialliteratur handle. Collins schrieb von Anfang an mit Blick auf die Marktfähigkeit seiner Schöpfungen. Das Publikum des viktorianischen England wollte vor allem unterhalten werden, und so ist auch Der Monddiamant Entertainment, im besten Sinn. Etliche Merkmale großer Literatur sind ebenso vorhanden – Symbolik, Vielschichtigkeit, Gegenwartskritik, komplexe Figuren –, jedoch nicht bestimmend. Wer will, mag sich an einer tieferen Analyse versuchen. Und wer nicht, überlässt sich einfach dem spannenden Plot voller Intrigen, Humor und unerwarteter Wendungen.

Zusammenfassung

Die drei Brahmanen
Der 18. Geburtstag von Rachel Verinder steht bevor. Er soll auf dem Landsitz der Familie in Yorkshire gefeiert werden. Rachels Onkel, Oberst Herncastle, ist vor Kurzem verstorben und hat ihr einen riesigen gelben Diamanten vermacht, den er während seiner...
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Über den Autor

Wilkie Collins wird am 8. Januar 1824 in London geboren. Sein Vater ist ein anerkannter Landschaftsmaler. Einen Teil seiner Jugend verbringt Collins mit seinen Eltern in Italien. Im Alter von 17 Jahren beginnt er auf Wunsch des Vaters eine kaufmännische Ausbildung in einer Teehandelsfirma, darauf folgen ein Jurastudium und die Zulassung zum Anwalt. Lange schwankt der ausgesprochen intelligente und vielseitig begabte Collins zwischen einer Berufung zum Maler oder zum Schriftsteller, bis er sich 1850 mit der Veröffentlichung seines ersten Romans Antonia endgültig für das Schreiben entscheidet. Seinen für ihn fortan sehr wichtigen literarischen Mentor Charles Dickens lernt Collins 1851 kennen. Die beiden werden Freunde und schriftstellerische Kollegen, die eng zusammenarbeiten. Collins ist als Autor sehr produktiv: Er verfasst 25 Romane und 50 Erzählungen, die allerdings nicht alle das gleiche Echo beim Publikum finden. 1860 und 1868 gelingen ihm mit The Woman in White (Die Frau in Weiß) und The Moonstone (Der Monddiamant) zwei Meisterwerke, die von den Zeitgenossen sofort anerkannt werden und Collins’ Marktwert als Autor in die Höhe treiben. Der etwas verwachsene Collins leidet zeitlebens an Rheumatismus. Als Schmerzmittel nimmt er das im 19. Jahrhundert allgegenwärtige Laudanum, eine Opiumtinktur, regelmäßig zu sich. Die Rauschgiftsucht verstärkt sich nach Dickens’ Tod. Halluzinatorische Effekte bleiben nicht aus, die geistigen Kräfte schwinden. Collins bleibt zeit seines Lebens unverheiratet, unterhält aber ab den 1860er-Jahren gleichzeitig Beziehungen zu zwei Frauen. Mit der 20 Jahre jüngeren Martha Rudd hat er drei Kinder. Die ältere Caroline Graves heiratet zwar einen anderen Mann, kehrt jedoch nach dessen Tod zu Wilkie Collins zurück. Die Dreiecksbeziehung bleibt bis zu seinem Lebensende bestehen. Wilkie Collins stirbt nach einem Herzinfarkt am 23. September 1889 und wird auf dem Friedhof Kensal Green in London begraben.


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