Zusammenfassung von Der Pragmatismus

Ein neuer Name für alte Denkmethoden

New York/London 1907
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Der Pragmatismus Buchzusammenfassung
Ein zentrales Werk des philosophischen Pragmatismus: Wahr ist, was nützt.

Rezension

Wahr ist, was nützt

Der Pragmatismus wollte die uralte Suche der Philosophen nach der Wahrheit auf den Kopf stellen, ja den Sinn philosophischer Wahrheitssuche selbst hinterfragen: Nicht "Was ist die Wahrheit?", sondern "Mit welchen Wahrheiten sollten wir uns überhaupt befassen?" wurde zur grundlegenden Frage erklärt. Wenn wir die Konsequenzen fürs wirkliche, praktische Leben zum Maßstab machen, dann werden viele der bisherigen philosophischen Streitereien überflüssig, lautete das Urteil des Pragmatismus, der ersten eigenständigen amerikanischen Philosophie. William James war einer ihrer wichtigsten Vertreter. Sein Credo: Wahr ist, was nützt. Solange unsere Glaubensgrundsätze uns helfen, besser zu leben, sollten wir sie aufrechterhalten. Versagen sie in der Lebenspraxis, dann gilt es neue, bessere Überzeugungen zu gewinnen. Den Europäern, allen voran den Deutschen, war dieser lockere Umgang mit der Wahrheitsfrage zum großen Teil suspekt. Man hielt den Pragmatismus lediglich für eine intellektuelle Rechtfertigung einer in europäischen Augen eher oberflächlichen und opportunistischen amerikanischen Ethik. In den USA dagegen hatte der Pragmatismus weit reichende Auswirkungen vor allem auf Politik, Soziologie und Pädagogik.

Zusammenfassung

Das Dilemma der Philosophie
Unsere Weltanschauung bestimmt die Perspektive, aus der wir das Leben interpretieren. Mehr als wir es üblicherweise gerne zugeben, wird unser Urteil dabei von unserem persönlichen Temperament und unseren Vorlieben beeinflusst und getrübt. In der Philosophie ...
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Über den Autor

William James wird am 11. Januar 1842 in New York geboren. Sein Vater ist durch eine Erbschaft vermögend und widmet seine Zeit vor allem dem Studium theologischer Schriften. Die Erziehung seiner Kinder hat für ihn hohe Priorität, in der Familie herrscht ein herausforderndes intellektuelles Klima. Henry James, Williams jüngerer Bruder, wird später zu einem der wichtigsten amerikanischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. William selbst wird von Privatlehrern und auf ausgedehnten Reisen der Familie auch an Schulen in New York, Paris, London, Genf, Boulogne und Bonn unterrichtet. Zuerst bekundet er Interesse an der Malerei und nimmt Unterricht bei dem Künstler William Hunt. 1861 gibt James dies aber auf und studiert in Harvard Chemie, Anatomie, Biologie und später auch Medizin. Bei einer wissenschaftlichen Amazonasexpedition erkrankt James an einer milden Form der Pocken. Er entwickelt ein Augenleiden, Rückenschmerzen und erkrankt an schwerer Depression. 1867/68 reist er aus gesundheitlichen und Studiengründen wieder nach Europa. An der Berliner Universität studiert er Physiologie und liest zudem Bücher aus den Bereichen Philosophie und Psychologie. 1869 wird er zum Doktor der Medizin promoviert, praktiziert aber nie als Arzt. Im Herbst des gleichen Jahres befällt ihn erneut eine schwere Depression, welche bis 1871 anhält. 1872 beginnt er an der Universität von Harvard Physiologie, ab 1874 auch Psychologie und später Philosophie zu unterrichten. Er richtet das erste amerikanische Psychologielabor ein. 1898 hält er einen Vortrag über Pragmatismus an der Universität von Kalifornien, durch den diese neue amerikanische Philosophierichtung zum ersten Mal in die weltweite öffentliche Diskussion gerät. Im gleichen Jahr bekommt James Herzprobleme. 1907 gibt er seine Harvardprofessur auf und veröffentlicht Der Pragmatismus, die Niederschrift seiner Vorlesungen in Boston und Cambridge. Am 26. August 1910 stirbt er in seinem Landhaus in Chocorua in New Hampshire an Herzversagen.


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