Zusammenfassung von Der stille Amerikaner

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Der stille Amerikaner Buchzusammenfassung
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Rezension

Unmöglichkeit der Unschuld

Saigon, Anfang der 50er-Jahre: Frankreich klammert sich mit aller Macht an seine Kolonie Indochina, doch der Krieg gegen die kommunistische Unabhängigkeitsbewegung der Vietminh ist so gut wie verloren. Die USA stehen bereit, um die Stelle Frankreichs einzunehmen und eine geostrategische Schlüsselposition zu besetzen. Vor diesem Hintergrund entfaltet Graham Greene in Der stille Amerikaner die seltsam kühle Dreiecksgeschichte um den ernüchterten britischen Journalisten Fowler, die schöne Phuong und den realitätsblinden Idealisten Pyle. Greene vermengt seine persönlichen Erfahrungen als Kriegsreporter mit dem historischen Kontext und zeitlosen Themen wie Schuld, Treue und Verrat. Obendrein gibt es einen Krimiplot, packend erzählt in der für Greene typischen filmischen Schreibweise. Das Buch hat seinerzeit die Gemüter erhitzt, dem Autor wurden antiamerikanische Tendenzen vorgeworfen, vielleicht nicht einmal zu Unrecht: Greene sah die Einmischungspolitik der USA äußerst kritisch. Angesichts der späteren Entwicklungen in Vietnam wirkt Der stille Amerikaner aber schon fast prophetisch.

Über den Autor

Graham Greene wird am 2. Oktober 1904 in Berkhamsted (Hertfordshire) in England geboren. Als Kind ist Greene ein schüchterner Junge, der sich schnell einigelt und von Gleichaltrigen abwendet. Dass sein Vater Schuldirektor ist, macht ihm den Kontakt zu anderen Kindern nicht einfacher. So wird Greene zum Einzelgänger und Außenseiter, der sich immer öfter in die fantastische Welt der Literatur flüchtet. Die Schule wird für ihn zur Qual: Sein Hass darauf wird so stark, dass er sogar Selbstmordversuche unternimmt und seine Eltern mit 15 Jahren mit dem Entschluss konfrontiert, die Schule nicht mehr zu besuchen. Die Eltern schicken ihn zu einem Therapeuten nach London, der Greene dazu ermutigt, zu schreiben. Greene beginnt ein Geschichtsstudium am Balliol College in Oxford, das er nach eigenen Angaben „betrunken und schuldengeplagt“ 1925 beendet. Es folgen mehrere Anstellungen bei unterschiedlichen Redaktionen, unter anderem beim Nottingham Journal, wo er seine spätere Frau Vivien Dayrell-Browning kennenlernt. In diese Zeit fällt auch seine Konversion zur katholischen Kirche, die sein weiteres Werk entscheidend beeinflussen wird. Eine neue Anstellung führt ihn nach London, wo er für die Times arbeitet. Sein erster veröffentlichter Roman The Man Within (Zwiespalt der Seele) wird so erfolgreich, dass sich Greene fortan ganz auf die Schriftstellerei konzentriert. Um neues Material zu finden und seine Abenteuerlust zu befriedigen, begibt er sich auf größere Reisen: Seinen Aufenthalt in Schweden verarbeitet er in dem Buch England Made Me (Ein Sohn Englands), Journey Without Maps (Der Weg nach Afrika) resultiert aus seiner Reise durch Liberia, seine Arbeit für den Secret Service in Sierra Leone findet Niederschlag in The Heart of the Matter (Das Herz aller Dinge), und die Erlebnisse in Mexiko fließen in The Power and the Glory (Die Kraft und die Herrlichkeit) ein. Viele von Greenes Romanen werden verfilmt, The Third Man (Der dritte Mann) wird sogar direkt für die Verfilmung geschrieben. Greene stirbt am 3. April 1991 in Vevey in der Schweiz.

 

Zusammenfassung

Tod unter der Brücke
Der desillusionierte britische Kriegsreporter Thomas Fowler sitzt eines Abends in seiner Wohnung in Saigon und wartet auf einen Bekannten, den Amerikaner Alden Pyle. Dieser arbeitet offiziell für die American Economic Mission in Indochina, mutmaßlich ...

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