Zusammenfassung von Die Benediktsregel

Eine Anleitung zu christlichem Leben

Montecassino um 550
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Die Benediktsregel Buchzusammenfassung
Gehorsam, Demut und Schweigen: Die „Benediktsregel“ war die Grundlage für das abendländische Klosterwesen. Noch heute ist sie für Benediktiner maßgebend.

Rezension

Die Begründung des Klosterlebens

Wie können die Menschen Gott am besten dienen? Seit Urzeiten ist das in allen Religionen eine zentrale Frage. Innerhalb des Christentums haben besonders eifrige Strömungen seit Anbeginn versucht, eine Antwort darauf in der Askese zu finden – Askese verstanden als die Loslösung vom sterilen Kreisen ums eigene Ich und die Öffnung gegenüber Gott. Lange Zeit gab es aber vor allem im Westen keine definitive Anleitung, wie Menschen religiöse Ideale auf ausgeglichene und geordnete Weise in der Gemeinschaft Gleichgesinnter verfolgen konnten. Benedikt von Nursia stellte im sechsten Jahrhundert verschiedene asketische Lebensweisen auf die Probe. Unter anderem verbrachte er drei Jahre als zurückgezogener Eremit. Mit seiner eigenen Klosterregel, der Benediktsregel, legte er später die Grundlage für das abendländische Klosterwesen. Dabei vermischen sich progressive Elemente, die selbst dem heutigen Management noch als Vorbild dienen können, mit teilweise archaisch anmutenden Anweisungen, wie der körperlichen Züchtigung als möglicher Strafe selbst für erwachsene Mönche. Auch der Gehorsam den Oberen gegenüber in der festen Annahme, man diene damit Gott, mag auf heutige Leser befremdlich wirken, muss aber im Kontext eines entsprechenden Glaubensverständnisses gesehen werden. Noch heute leben weltweit viele Klostergemeinschaften nach der Regel Benedikts.

Zusammenfassung

Der disziplinierte Weg zum ewigen Leben
In Jesus Christus hat Gott dem Menschen den Weg zum ewigen Leben angeboten. Deshalb ist der Mensch zur gehorsamen Nachfolge Christi aufgerufen. Wer gottgefällig handeln und ewiges Leben erreichen will, muss seinem Glauben Taten folgen lassen. Ein...
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Über den Autor

Die Lebensdaten des Benedikt von Nursia gelten als ungesichert. Traditionell wird das Jahr 480 als sein Geburtsjahr angegeben. Sicher ist, dass er im umbrischen Hochtal von Nursia (Norcia) geboren wird, vermutlich um 500. Benedikt stammt aus relativ wohlhabenden Verhältnissen. Als Heranwachsender wird er zum Studium nach Rom geschickt. Wahrscheinlich hat seine Familie ihn für eine Laufbahn als Staatsbeamten vorgesehen. In Rom erlebt er nicht nur die Dekadenz der früheren Hauptstadt des Weltreiches, er kommt auch mit klösterlichen Kreisen in Kontakt. Irgendwann bricht er sein Studium ab, trennt sich von seiner Familie, verzichtet auf deren Vermögen und zieht zusammen mit seiner Amme nach Efide (Affile). Danach trennt er sich auch von ihr und beginnt ein dreijähriges Einsiedlerleben im Tal von Subiaco, etwa 80 Kilometer östlich von Rom. Unterstützt und mit dem Nötigen versorgt wird er dabei von einem Mönch namens Romanus. Bald zieht der junge Eremit Benedikt Ratsuchende aus der Umgebung an. Eine Klostergemeinschaft aus dem nahe gelegenen Vicovaro hört von seinem Ruf und wählt ihn zum Abt. Nur zögerlich geht Benedikt auf die Bitte ein, dem Kloster vorzustehen, denn ihm schwebt bereits das Ideal einer wohlorganisierten Mönchsgemeinschaft vor. Tatsächlich kommt es zu Unstimmigkeiten mit den Mönchen, denen Benedikt zu streng ist. Man versucht ihn sogar zu vergiften, worauf er sich wieder in seine Höhle und in die geliebte Einsamkeit zurückzieht. Erneut scharen sich Schüler um ihn. Letztendlich organisiert er für sie zwölf kleinere Klöster mit jeweils zwölf Mönchen. Für jedes Kloster ernennt Benedikt einen Abt, er selbst hat die Gesamtleitung inne. Diese Gemeinschaft ist allerdings noch nicht gleichzusetzen mit dem nach ihm benannten Benediktinerorden; diese Bezeichnung kommt erst viel später auf, ebenso der bekannte Wahlspruch „ora et labora“ („bete und arbeite“). Benedikts Klostergemeinschaft wird bekannt und viele Edelleute bringen ihre Söhne zur Erziehung zu ihm. Nach Provokationen von Neidern aus dem Umfeld zieht sich Benedikt mit seinen Anhängern 529 auf den Berg Montecassino zurück, wo er Abt eines neu gegründeten Klosters wird. Dort, wo er auch seine Benediktsregel verfasst, stirbt er um 560.


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