Zusammenfassung von Die Federalist Papers

New York 1787/88
Diese Ausgabe: C. H. Beck, Mehr

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Die Federalist Papers Buchzusammenfassung
Eine Verteidigungsschrift der amerikanischen Verfassung und zugleich das Gründungsdokument der modernen, repräsentativen Demokratie.

Rezension

Ein Gründungsdokument der modernen westlichen Demokratie

Nach der gemeinsam erkämpften Unabhängigkeit vom Mutterland England standen die einstigen britischen Kolonien in Nordamerika 1787 vor der Frage, wie sie sich fortan organisieren sollten: als lockerer Bund souveräner Einzelstaaten oder als Union mit gemeinsamer Legislative und einer starken Exekutive. Während die Gegner einer Zentralregierung Machtmissbrauch fürchteten und bezweifelten, dass das republikanische Prinzip der Selbstregierung sich in einem Flächenstaat wie Amerika verwirklichen lässt, verteidigten die Verfassungsväter Alexander Hamilton, James Madison und John Jay ihren Entwurf in 85 Artikeln für New Yorker Zeitungen: Nur eine starke zentrale Regierung könne in den USA Schutz vor äußeren Feinden sowie Frieden und Freiheit im Innern gewährleisten. In Anlehnung an John Locke und Charles de Montesquieu entwarfen sie ein System von strukturellen Checks and Balances – nüchtern, pragmatisch, typisch amerikanisch, möchte man meinen. Mit ihren Essays gewannen sie den Kampf um die neue Verfassung und lieferten nebenbei die wichtigste theoretische Grundlage der modernen, repräsentativen Demokratie.

Zusammenfassung

Für die Einheit des amerikanischen Volkes
Die Entscheidung des amerikanischen Volkes darüber, ob es fortan unter einer gemeinsamen Verfassung und Bundesregierung oder in getrennten Staaten und Konföderationen leben will, ist von historischer Bedeutung. Sie gibt Antwort auf die Frage, ob...
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Über die Autoren

Alexander Hamilton wird am 11. Januar 1755 oder 1757 auf den Antillen als unehelicher Sohn eines schottischen Abenteurers und einer hugenottischen Einwanderin geboren. Er besucht nie eine Schule, arbeitet schon früh bei einer Handelsfirma und schreibt nebenbei Gedichte. Als Student in New York kämpft er für die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien vom britischen Mutterland und macht unter Stabschef George Washington beim Militär Karriere. Nach dem Krieg wird er unter Washingtons Präsidentschaft der erste Finanzminister der USA. Nach einem Duell mit einem politischen Rivalen stirbt Hamilton am 12. Juli 1804 in New York.James Madison, der als der eigentliche Schöpfer der Verfassung gilt, wird am 16. März 1751 als ältestes von zwölf Kindern eines Tabakpflanzers in Port Conway in Virginia geboren. Nachdem er als Schüler Privatunterricht erhalten hat, studiert er an der heutigen Princeton-Universität in New Jersey unter anderem Latein, Griechisch und Philosophie. Er ist wesentlich am Entwurf der Verfassung beteiligt und vertritt den Staat auch im Kontinentalkongress 1780 in Philadelphia. 1801 wird er Staatssekretär unter der Präsidentschaft seines engen Freundes Thomas Jefferson, von 1809 bis 1817 ist er selbst für zwei Amtszeiten der vierte Präsident der Vereinigten Staaten und als solcher äußerst populär. Madison stirbt am 28. Juni 1836 in Montpelier in Virginia.John Jay wird am 12. Dezember 1745 in New York geboren, wo er zunächst als Anwalt tätig ist. Von 1789 bis 1795 ist er der erste Oberste Richter in den Vereinigten Staaten. Nachdem er schon Ende der 1770er-Jahre als Botschafter in Spanien war, geht Jay später erneut in diplomatischer Mission nach Europa, diesmal nach London und Paris. Während seiner Abwesenheit wird er, auch durch das Mitwirken Hamiltons, zum Gouverneur von New York gewählt. In diesem Amt, das er bis 1801 innehat, setzt er viele Reformen vor allem im Gerichtswesen und im Strafvollzug durch. John Jay stirbt am 17. Mai 1829 in New York.


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