Zusammenfassung von Die gute Erde

New York 1931
Diese Ausgabe: LangenMüller, Mehr

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Die gute Erde Buchzusammenfassung
Die bewegende Saga von einem armen Bauern: eine gelungene Einführung ins China vor der großen Revolution.

Rezension

Hommage an das chinesische Volk

Hochzeit, Geburt, Hungersnot, Reichtum und Tod – diesen Marksteinen entlang führt Pearl S. Buck den Leser in den Alltag Chinas am Vorabend der kommunistischen Revolution. Die Autorin verlebte selbst einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend in China und ließ ihre Erfahrungen in den Roman einfließen. Ihr bäuerliches Epos schildert nicht, wie die Armen ärmer und die Reichen reicher werden, sondern wie der Bauer Wang Lung aufgrund seiner Tatkraft, seines Fleißes und einer gesunden Portion Bauernschläue diese Regel auf den Kopf stellt. Jahr für Jahr arbeitet er zusammen mit seiner Frau O-lan, einer ehemaligen Sklavin, an der Erweiterung seines Landes, bis er schließlich zu den wohlhabenden Bewohnern des Dorfes gehört. In seinem Grundvertrauen in „die gute Erde“ ist Wang Lung unerschütterlich. Die einfache Sprache und die geradlinige Struktur lassen den Roman bisweilen trivial und ein wenig altmodisch erscheinen, doch gleichzeitig überzeugt er als engagiertes Plädoyer für das Verständnis fremder Kulturen. Darin liegt seine eigentliche Bedeutung: Die Autorin erhielt den Nobelpreis denn auch in erster Linie für ihren Beitrag zur literarischen Völkerverständigung. Ein Buch, das man auch heute noch mit Gewinn lesen kann, wenngleich es ein längst vergangenes China beschwört.

Zusammenfassung

Der schönste Tag im Leben
An einem Frühlingsmorgen bricht für den Bauernsohn Wang Lung ein neues Leben an, denn es ist der Tag seiner Hochzeit. Er heiratet allerdings nur eine Sklavin, die außerdem nicht zu hübsch sein darf, weil der Vater davon überzeugt ist, dass sie sonst...
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Über die Autorin

Pearl S. Buck wird am 26. Juni 1892 als Kind von Missionaren in Hillsboro, West Virginia, geboren. Sie verbringt ihre Jugend bis zu ihrem 17. Lebensjahr in China und wird von chinesischen Kindermädchen und Lehrern erzogen. Als sie von 1910 bis 1914 in den USA Literatur studiert, verlangt man von ihr, dass sie sich westliche Manieren zulegt. Nach ihrem Studium lebt sie mit ihrem Mann, dem Agrarwissenschaftler John Buck, wieder in China und reist mit ihm zusammen durch den bäuerlichen Norden des Landes, wo sie Material für ihre Romane sammelt. Das einzige Kind aus ihrer Ehe ist behindert. In den 20er Jahren beginnt Buck zu schreiben und kehrt 1926 für einen Magisterabschluss in Literatur kurz in die USA zurück. Von 1922 bis 1932 unterrichtet sie englische Literatur in Nanjing. 1927 kann sie einem antiimperialistischen Aufstand in Nanjing nur knapp mithilfe chinesischer Freunde entkommen. Nachdem die Bucks endgültig in die USA zurückkehren, lässt sie sich 1935 scheiden und heiratet ihren Verleger Richard J. Walsh. Die beiden adoptieren im Lauf der nächsten Jahre acht Kinder. Nach Walshs Tod 1960 engagiert sich Buck in der Bürger- und Frauenrechtsbewegung, sie ist befreundet mit Eleanor Roosevelt und Margaret Mead. Die Schriftstellerin verpflichtet sich dem Humanismus und lehnt Rassismus in jeder Form ab. Für „amerasian children“ – Kinder, die von ihren in Asien stationierten Vätern im Stich gelassen wurden – sammelt sie unermüdlich Geld. Die Autorin von 46 Romanen, mehreren Biografien und zahlreichen Kurzgeschichten stirbt am 6. März 1973. Zwar wird sie in den USA lange Zeit nicht wirklich als amerikanische Autorin akzeptiert, weil viele ihrer Romane in China spielen, doch gelten ihre Werke als literarische Brücke zwischen Ost und West.


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