Zusammenfassung von Die Räuber

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Die Räuber Buchzusammenfassung
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Rezension

Schillers genialer Erstling

Friedrich Schiller war 23 Jahre alt, als sein erstes Drama 1782 in Mannheim uraufgeführt wurde. Die Räuber raubten dem Publikum den Atem. Augenzeugen berichteten von tumultartigen Zuständen im Theaterraum, so hingerissen, verängstigt, geschockt und begeistert zeigte sich das zeitgenössische Publikum. Schiller geizte in seinem Jugenddrama nicht mit Brutalität und "Action": Da zieht eine wilde Räuberbande durch die böhmischen Wälder, Nonnenkloster werden überfallen, Städte niedergebrannt und Kleinkinder misshandelt. Der Räuberhauptmann Karl Moor wütet gegen die ganze Welt - weil sein Vater ihn scheinbar verstoßen und enterbt hat. Doch der Vater wird von seinem jüngeren Sohn Franz wie an Marionettenfäden geführt. "Franz heißt die Kanaille", wird im Stück gesagt, und das stimmt genau. Denn um Herr im Moor'schen Schloss zu werden, ist dem intriganten Franz jedes Mittel recht, um Vater und Bruder den Garaus zu machen. Am Ende sind fast alle tot, die Tragödie ist komplett. Schiller wurde mit den Räubern über Nacht berühmt. Das gewaltsame Aufbegehren gegen die Regeln und die bestehende Ordnung passte so richtig in die letzte, heiße Phase des Sturm und Drang, jener Literaturepoche zwischen Aufklärung und Klassik. Die Räuber sind bis heute in Schullehrplänen und auf Theaterbühnen zu Hause.

Über den Autor

Friedrich Schiller wird am 10. November 1759 in Marbach am Neckar als Sohn eines Offiziers geboren. Auf Befehl des württembergischen Landesherrn Karl Eugen wird er in dessen Eliteschule in Stuttgart aufgenommen. Schiller behagt der militärische Drill in diesem Internat überhaupt nicht, wenngleich die Lehrkräfte und die Ausbildung hervorragend sind. Er studiert zunächst Jura und dann Medizin. Viel stärker lockt den jungen Mann aber die Schriftstellerei. Mehr oder weniger heimlich schreibt er sein erstes Drama Die Räuber, das 1782 in Mannheim uraufgeführt wird. Als er gegen den Willen Karl Eugens die Landesgrenzen überschreitet, wird er mit Haft und Schreibverbot bestraft. Schiller entzieht sich dem Zwang durch neuerliche Flucht und setzt seine schriftstellerische Arbeit fort. Die frühen Dramen erscheinen: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua (1783) und Kabale und Liebe (1784). Unter ständiger Geldnot leidend, zieht er 1785 zu seinem Freund und Gönner Christian Gottfried Körner nach Sachsen, wo er u. a. die durch Beethovens Vertonung bekannt gewordene Ode An die Freude sowie den Dom Karlos (1787) schreibt. Aufgrund seiner viel beachteten Studie Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande schlägt Goethe ihn 1788 für den Lehrstuhl für Geschichte in Jena vor. Hier verfasst Schiller seine ästhetischen und historischen Schriften und heiratet 1790 Charlotte von Lengefeld. Nach seinem Umzug nach Weimar im Jahr 1799 schließt Schiller Freundschaft mit Goethe. Daraus ergibt sich eine der fruchtbarsten Dichterbekanntschaften aller Zeiten: In der Nähe Goethes beendet Schiller sein erstes klassisches Geschichtsdrama, die Wallenstein-Trilogie. Es folgen Maria Stuart und Die Jungfrau von Orleans (beide 1801), Die Braut von Messina (1803) und Wilhelm Tell (1804), aber auch ein umfangreiches lyrisches Werk. 1802 erhält er den Adelstitel. Seine schlechte körperliche Konstitution zwingt ihn immer wieder aufs Krankenlager. Am 9. Mai 1805 stirbt Schiller in Weimar.

 

Zusammenfassung

Feindliche Brüder

Mit einer Mischung aus Freundlichkeit und Verschlagenheit erkundigt sich Franz Moor nach dem Befinden seines alten, kränklichen Vaters Maximilian Moor. Franz hat, wie er sagt, einen Brief aus Leipzig erhalten, in dem von seinem Bruder Karl Moor die Rede ist. Karl hat angeblich die ehrbare Tochter eines Bankiers entjungfert, deren Verehrer in einem Duell getötet, mehrere tausend Dukaten Schulden gemacht und schließlich eine Art Räuberbande gegründet. Er werde steckbrieflich gesucht, auf seinen Kopf sei ein Preisgeld ausgesetzt. Als der alte Moor davon erfährt, windet er sich in seinem Stuhl: Ausgerechnet sein Lieblingssohn Karl hat den Namen Moor mit Dreck besudelt! Franz ist über diese Entwicklung alles andere als unglücklich. Sein Vorschlag an den Vater lautet, er solle einen Brief schreiben, in dem er sich von dem lasterhaften Sohn lossagt und die Rückkehr ins elterliche Haus verbietet. Der alte Moor willigt nach langem Hadern in den Vorschlag ein und überlässt Franz die Formulierung des Briefes.


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