Zusammenfassung von Die unendliche Geschichte

Stuttgart 1979
Diese Ausgabe: Thienemann, Mehr

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Die unendliche Geschichte Buchzusammenfassung
Ein Junge gerät in ein fantastisches Buch und kommt nur schwer wieder heraus.

Rezension

Fantastische Welten

Die unendliche Geschichte ist ein Hohelied auf die Fantasie. Seit ihrem Erscheinen 1979 fasziniert die Geschichte von dem Jungen, der in das Buch einsteigt, das er gerade liest, und so in das Land Phantásien gelangt, die Leser – Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene. Für Erstere ist es vor allem eine schier unendliche Kette spannender Abenteuer, für Letztere kommen noch zahlreiche andere Ebenen hinzu: Sie lesen eine Selbstfindung, die von europäischer und östlicher Philosophie, von Mythologie und Psychologie durchdrungen ist, oder eine Parabel mit zahlreichen Motiven aus der Kunst- und Kulturgeschichte. Nicht übemäßig fantasyaffine Leser ermüden vielleicht nach dem x-ten Abenteuer des 500-Seiten-Werks ein bisschen, und manchmal sind die Weisheiten, die den Helden zuteilwerden, ein wenig wohlfeil und allgemein raunend. Trotzdem: Ein Buch, das Grenzen einriss – zwischen Fantasie und Wirklichkeit und zwischen Kinder- und Erwachsenenliteratur.

Zusammenfassung

Das Buch der Bücher
Ein dicker, x-beiniger, zehnjähriger Junge namens Bastian Balthasar Bux flieht vor dem strömenden Regen in ein Buchantiquariat. Karl Konrad Koreander, der mürrische Buchhändler, will ihn eigentlich schnell wieder loswerden, aber dann kommen sie doch ins...
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Über den Autor

Michael Ende wird am 12. November 1929 in Garmisch-Partenkirchen geboren. 1931 zieht die Familie nach München, weil der Vater, ein Maler, sich dort mehr künstlerische Möglichkeiten verspricht. Er hat auch wirklich zunehmend Erfolg, doch im Nationalsozialismus werden seine Bilder als entarte Kunst verboten und die Familie gerät dadurch in eine Krise. Michael Ende besucht das Gymnasium, hasst aber die Schule. Den Einberufungsbefehl, den der 15-Jährige wenige Wochen vor Kriegsende erhält, zerreißt er. 1948 legt er sein Abitur an einer Waldorfschule in Stuttgart ab. In diese Zeit fallen auch erste Schreibversuche. Nach dem Abitur absolviert der gutaussehende junge Mann eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und arbeitet danach als Schauspieler an verschiedenen Regionaltheatern, allerdings eher mit dem Ziel, Theaterautor zu werden. Mit seinen Stücken hat er allerdings keinen Erfolg. Er schreibt auch Kabarett-Texte und zwischen 1954 und 1962 Filmkritiken für den Bayerischen Rundfunk. Ende der 1950er-Jahre möchte er sich in der Gattung Kinderbuch versuchen und verfasst Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer. Das umfangreiche Manuskript wird zunächst von mehreren Verlagen abgelehnt, bevor der kleine Stuttgarter Thienemann Verlag es 1960 veröffentlicht. Es wird ein großer Erfolg, löst jedoch auch die sogenannte Eskapismus-Debatte aus: Von einigen Kritikern wird Ende vorgeworfen, er schreibe realitätsferne Märchen. 1964 heiratet Ende die Schauspielerin Ingeborg Hoffmann. Das Paar zieht Anfang der 1970er-Jahre nach Genzano bei Rom – unter anderem ist das eine Flucht vor der deutschen Literaturkritik. In Italien entstehen Momo (1973) und Die unendliche Geschichte (1979). Letztere macht Ende zum international bekannten Starautor. Mit der surrealistischen Geschichtensammlung Der Spiegel im Spiegel (1983) versucht sich Ende noch einmal jenseits der Kinderbuchliteratur, aber die Kritiker bleiben reserviert. Nach dem Tod seiner Frau 1985 kehrt er nach München zurück. 1989 heiratet er die japanische Übersetzerin Mariko Sato. Am 28. August 1995 stirbt er in Filderstadt an Magenkrebs.


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