Zusammenfassung von Drei Mann in einem Boot

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Drei Mann in einem Boot Buchzusammenfassung
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Rezension

Eine Bootsfahrt zwischen Slapstick und Melancholie

Ob Jerome K. Jerome auch nur den Hauch einer Ahnung hatte, dass aus dem kleinen Reiseführer, den er über sein liebstes Ausflugsziel, die Themse, schreiben wollte, ein millionenfacher Beststeller und ein Klassiker der humoristischen Literatur werden würde? Wohl eher nicht. Die Komik gewann vermutlich beim Schreiben irgendwann die Oberhand – und der Autor ließ ihr zum Glück freien Lauf. Die Handlung seines Reiseromans ist von vollendeter Schlichtheit: Drei Freunde schippern knapp zwei Wochen lang auf der Themse von London bis Oxford. Ein Foxterrier mit dem ehrwürdigen Namen Montmorency begleitet sie. Irgendetwas Spektakuläres findet eigentlich nicht statt, und trotzdem ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite äußerst unterhaltsam. Es sind die Tücken des Alltags, die Jerome K. Jerome unter die Lupe nimmt, und da gibt es auch über 100 Jahre später erstaunliche Kontinuitäten: Beim Picknick einen Dosenöffner zu vergessen, ist auf jeden Fall immer noch ähnlich frustrierend wie damals. Wie Jerome dann aber aus diesen alltäglichen Missgeschicken philosophische Schlüsse über die menschliche Existenz zieht, ist nicht nur unterhaltsam, sondern schlicht genial.

Über den Autor

Jerome K. Jerome wird am 2. Mai 1859 in Walsall als jüngstes von vier Kindern geboren. Sein Vater ist Eisenwarenhändler, betätigt sich nebenbei aber auch als Laienprediger. Einige unglückliche Investitionen in die lokale Kohle- und Eisenindustrie verursachen den finanziellen Ruin der Familie. Diese zieht nach London, wo Jerome in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Sein Vater stirbt, als Jerome 13 ist, die Mutter gerade einmal zwei Jahre später. Trotz der schwierigen Umstände entwickelt Jerome schon früh eine Leidenschaft für Literatur, Politik und Theater, sodass er sich mit 18 Jahren als Schauspieler einer Theatergruppe anschließt. Nachdem dort der große Erfolg ausbleibt, wendet er sich vermehrt dem Schreiben zu. Sein erstes Buch On the Stage – and Off, in dem er humoristisch die Zeit als Schauspieler verarbeitet, wird 1885 veröffentlicht und bringt ihm bereits einige Anerkennung. Es folgen mehrere Theaterstücke, essayistische und journalistische Arbeiten, bis ihm 1889 der Durchbruch mit Drei Mann in einem Boot (Three Men in a Boat) gelingt. Obwohl die Kritiker das Buch zum Großteil ablehnen, wird es sofort zu einem phänomenalen Kassenschlager, und das nicht nur in England, sondern bald weltweit. Die neu gewonnene finanzielle Sicherheit erlaubt es Jerome fortan, sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Während des Ersten Weltkriegs unterstützt er im Freiwilligendienst die französische Armee als Sanitätsfahrer, kehrt aber als psychisch gebrochener Mann aus dem Krieg zurück. 1926 veröffentlicht er seine Autobiografie My Life and Times, im selben Jahr wird ihm vom Bezirksrat seines Geburtsorts der Titel „Freeman of the Borough“ verliehen. Jerome stirbt am 14. Juni 1927 an den Folgen eines Schlaganfalls.

 

Zusammenfassung

Drei Hypochonder und ein Hund

George, Harris und J. sitzen in J.s Zimmer beisammen, rauchen Pfeife und tauschen sich über ihre zahlreichen Zipperlein aus. Die drei Freunde fühlen sich nämlich ausgenommen schlecht – und jedem geht es definitiv schlechter als den anderen. Bei J. stimmt etwas mit der Leber nicht. Das ist ihm letztens klar geworden, als er den Werbezettel für eine Leberpille gelesen hat und feststellen musste, dass er an sämtlichen dort beschriebenen Symptomen leidet – allen voran an einer „allgemeinen Abneigung gegen Arbeit jeder Art“. Schon als Junge litt J. an diesem Symptom, doch da die Wissenschaft damals noch nicht fortgeschritten war, schob man zu Unrecht alles auf seine Faulheit. Statt Pillen bekam er dann auch nur Kopfnüsse – erstaunlicherweise wirkten die aber sehr gut.


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