Zusammenfassung von Iphigenie auf Tauris

Ein Schauspiel

Leipzig 1787
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Iphigenie auf Tauris Buchzusammenfassung
Ein Schlüsseltext der Weimarer Klassik: Goethes kunstvolles Drama über den Sieg des Guten im Menschen.

Rezension

Eine berückend humane Welt

Goethes Drama Iphigenie auf Tauris gilt als ein Meilenstein der Weimarer Klassik. Ebenso kunstvoll wie eindrücklich wird darin vorgeführt, wie ein friedliches Miteinander der Menschen verwirklicht werden kann. Goethe greift dabei auf einen antiken Mythos zurück. Iphigenies Vater will seine Tochter der Diana opfern, doch die Göttin entführt sie vom Altar weg ins ferne Tauris. Dort bringt Iphigenie es zur allseits geschätzten Priesterin, König Thoas begehrt sie sogar zur Frau, aber Iphigenie will selbstbestimmt leben, was ihr als Ehefrau unmöglich scheint. Als ihr Bruder Orest auf Tauris strandet, schöpft sie Hoffnung, doch der König nötigt sie, einen alten Rachekult wieder aufzunehmen und den Bruder zu opfern. Das Drama findet jedoch vor allem dank Iphigenies edler Gesinnung ein Happy End und verhilft Wahrheit und Freundschaft zum Sieg. Iphigenie auf Tauris erfüllt einen Herzenswunsch der Aufklärer: Goethe lässt in diesem Drama den Menschen aus eigener Kraft frei und mündig werden. Selten wurde für diesen Prozess eine derart wohlklingende und innovative Sprache gefunden, selten wurde der Kunst so unbefangen zugetraut, vom guten Leben nicht nur zu träumen, sondern es auch zu realisieren.

Zusammenfassung

Die Vorgeschichte
Iphigenie entstammt dem Geschlecht der Tantaliden. Ihr Ahnherr Tantalus war ein gern gesehener Gast an der Tafel der Götter. Sie zogen ihn ins Vertrauen, schätzten seine Klugheit und fragten ihn oft um Rat. Doch Tantalus war als Mensch den hohen Ansprüchen der Götter ...
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Über den Autor

Johann Wolfgang von Goethe wird am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und wächst in einer gesellschaftlich angesehenen und wohlhabenden Familie auf. Nach dem Privatunterricht im Elternhaus nimmt der inzwischen 16-Jährige auf Wunsch seines Vaters ein Jurastudium in Leipzig auf, das er 1770 in Straßburg mit dem Lizentiat beendet. Dort macht er die Bekanntschaft von Johann Gottfried Herder und verfasst erste Gedichte. In Frankfurt eröffnet Goethe eine Kanzlei, widmet sich aber vermehrt seiner Dichtung. 1774 veröffentlicht er Die Leiden des jungen Werther; einige Dramen folgen. 1775 bittet ihn der Herzog Carl August nach Weimar; Goethe macht dort eine schnelle Karriere als Staatsbeamter. Nach zehn Jahren Pflichterfüllung am Hof reist er 1786 nach Italien. Diese "italienische Reise" markiert einen Neuanfang für sein Werk. 1788 kehrt Goethe nach Weimar zurück und lernt Christiane Vulpius kennen, mit der er bis zur Heirat 1806 in "wilder Ehe" zusammenlebt. Nach anfänglichen Differenzen freundet sich Goethe 1794 mit Friedrich Schiller an, in dessen Zeitschrift Die Horen Goethe mehrere Gedichte veröffentlicht. Die beiden Dichter verbindet fortan eine enge Freundschaft, auf der die Weimarer Klassik und ihr an der griechischen Antike orientiertes Welt- und Menschenbild aufbaut. Als "Universalgenie" zeigt sich Goethe an vielen Wissenschaften interessiert: Er ist Maler, entwickelt eine Farbenlehre, stellt zoologische, mineralogische und botanische Forschungen an, wobei er die Theorie einer "Urpflanze" entwickelt. 1796 erscheint der Bildungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1808 das Drama Faust I und 1809 der Roman Die Wahlverwandtschaften. Ab 1811 arbeitet Goethe an seiner Autobiografie Dichtung und Wahrheit. Kurz vor seinem Tod vollendet er Faust II. Am 22. März 1832 stirbt Goethe im Alter von 83 Jahren in Weimar. Er gilt bis zum heutigen Tag als der wichtigste Dichter der deutschen Literatur. Seine lyrischen Werke, Dramen und Romane liegen als Übersetzungen in allen Weltsprachen vor.


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