Zusammenfassung von Leben der schwedischen Gräfin von G***

Leipzig 1747/48
Diese Ausgabe: Reclam, Mehr

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Leben der schwedischen Gräfin von G*** Buchzusammenfassung
Gute Zeiten, schlechte Zeiten im 18. Jahrhundert.

Rezension

Lerne, dein Schicksal zu ertragen

Gemessen an seiner begeisterten Aufnahme durch ein breites bürgerliches Publikum muss Leben der schwedischen Gräfin von G*** als einer der wichtigsten deutschen Romane im 18. Jahrhundert gelten. Gellert vermittelt in dem Werk sein eigenes Tugendideal. Das Verhalten der Hauptpersonen ist in allen Lebenslagen von Selbstbeherrschung und Disziplin bestimmt. Die erzieherischen Versuche des Autors zeigen sich darin, dass er immer wieder das tugendhafte Handeln der Protagonisten betont und ihnen eine Vielzahl triebhaft handelnder Charaktere entgegenstellt. Über 40 Figuren treten in dem kurzen Roman auf, und mehr als die Hälfte von ihnen stirbt im Lauf der Geschichte. Dem Leser stößt nach einiger Zeit die relative Beliebigkeit dieser Nebencharaktere auf. Die Überhöhung der stoischen, christlich-tugendhaften Protagonisten sowie der häufige und leichtfertige „Abgang“ der unwichtigeren Charaktere trüben ein wenig die Lesefreude, die der Roman bei den überraschenden und spannenden Stellen durchaus zu vermitteln weiß.

Zusammenfassung

Jugend und Vermählung mit dem Grafen von G.
Die Gräfin hat ihre Jugend in Livland verbracht. Ihre Eltern sind früh gestorben, und so wächst sie bei ihrem Vetter auf. Sie lernt den Grafen von G. kennen und wird im Alter von 16 Jahren mit ihm verheiratet. Die beiden ...
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Über den Autor

Christian Fürchtegott Gellert wird am 4. Juli 1715 in Hainichen (Sachsen) geboren. Er ist der fünfte Sohn einer Pastorenfamilie und der jüngere Bruder von Christlieb Ehregott Gellert, aus dem später ein bedeutender Metallurge und Mineraloge wird. Er besucht die Fürstenschule St. Afra im sächsischen Meißen und studiert von 1734 bis 1739 Theologie und Philosophie an der Universität in Leipzig. Er versucht, sein Studium durch Auftritte als Prediger zu finanzieren, ist dafür jedoch zu schüchtern. Stattdessen arbeitet er als Privatlehrer für junge Adlige. Bereits in dieser Zeit verfasst er einige Lieder und Fabeln. Im Jahr 1744 schließt er in Leipzig seine Habilitation zur Theorie und Geschichte der Fabel ab, 1745 wird er außerordentlicher Professor für Poesie und Beredsamkeit an der Universität Leipzig. Zu Gellerts Studenten gehört auch der junge Goethe. Gellert ist außerdem bekannt mit der Familie Mozart. Seine Gesundheit ist zeitlebens schwach; auch zahlreiche Aufenthalte an verschiedenen Kurorten können daran nur wenig ändern. Gellerts Werke umfassen bekannte Kirchenlieder (beispielsweise Die Himmel rühmen), Fabeln (etwa Die Biene und die Henne), Lustspiele (etwa Die Betschwester) sowie einen Roman: Leben der schwedischen Gräfin von G***. Seine Werke zählen zu den meistgelesenen ihrer Zeit und werden in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt. Gellert wird vom Publikum verehrt und ist in der Mitte des 18. Jahrhunderts einer der beliebtesten deutschen Autoren. Seine Dichtung wird von breiten Kreisen des Bürgertums geschätzt und seine Geistlichen Lieder und Oden werden von bekannten Komponisten wie Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Carl Philipp Emanuel Bach vertont. Gellert stirbt am 13. Dezember 1769 im Alter von nur 54 Jahren in Leipzig.


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