Zusammenfassung von Maigret und Pietr der Lette

Paris 1931
Diese Ausgabe: Diogenes, Mehr

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Maigret und Pietr der Lette Buchzusammenfassung
Geburt einer Schnüffelnase: der erste Auftritt von Kommissar Maigret.

Rezension

Geburtsstunde eines legendären Kriminalkommissars

Mit Maigret und Pietr der Lette veröffentlichte Georges Simenon erstmals einen Roman unter seinem eigenen Namen und zugleich erstmals mit der Figur, die ihn weltberühmt machen sollte: Kommissar Maigret. In seinem ersten Abenteuer versucht Maigret einen Letten zu stellen, der angeblich ein Syndikatsverbrecher ist. Der ganze Roman besteht im Grunde aus einer einzigen Verfolgung bzw. Beschattung dieses Mannes. Er entschlüpft Maigret mehrmals und allmählich kommt dem Kommissar der Verdacht, dass der Lette sich mehrerer Identitäten bedient. Fast drei Tage lang ist Maigret bei der Verfolgung im nasskalten November ununterbrochen auf den Beinen, meist mit seiner Melone auf dem Kopf und mit der Pfeife in der Hand. Seine Fälle löst er dank seines großen psychologischen Einfühlungsvermögens – so auch diesen. Für Krimifreunde ein absolutes Muss.

Zusammenfassung

Mord im Nordexpress
Kriminalkommissar Maigret vom Polizeihauptquartier in Paris erhält per Telegramm Nachrichten über einen verdächtigen Letten namens Pietr. Dieser reist durch Europa und soll bald in Paris eintreffen. Die Ankunftszeit des Nordexpress aus Amsterdam und die...
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Über den Autor

Georges Simenon wird am 13. Februar 1903 im belgischen Lüttich als Sohn einer bürgerlichen Familie geboren; sein Vater ist Versicherungsangestellter. Von Kindesbeinen an ist Simenon Frühaufsteher – ein nicht unerheblicher Faktor für die Entstehung der späteren Werkfülle. Er ist ein Musterschüler und beginnt seine berufliche Laufbahn als Reporter; gleichzeitig schreibt er Erzählungen. 1920 erscheint sein erster Roman, zwei Jahre später siedelt er nach Paris über, 1923 heiratet er. In Paris arbeitet er zunächst als Privatsekretär und Reisebegleiter, nebenbei schreibt er weiter. 1925 erhält er einen Verlagsvertrag für die regelmäßige Lieferung von Groschenromanen. Bis 1933 verfasst er 200 Titel in diesem Genre. Dadurch kann Simenon sich ein bewohnbares Schiff und ausgedehnte Reisen leisten: zunächst in Länder an der Nord- und Ostsee, dann nach Afrika und durchs übrige Europa; 1934 folgt eine Weltreise. 1931 taucht in dem Roman Maigret und Pietr der Lette zum ersten Mal die Figur des Kommissars Maigret auf; 74 weitere Maigret-Romane folgen. Daneben verfasst Simenon auch Romane und Erzählungen ohne den berühmten Kommissar, etwa Les fiançailles de M. Hire (Die Verlobung des Monsieur Hire, 1933), Les fantômes du chapelier (Die Fantome des Hutmachers, 1948) und Les anneaux de Bicêtre (Die Glocken von Bicêtre, 1962). 1939 kommt sein erster Sohn zur Welt. Nach dem Krieg lebt Simenon zehn Jahre lang mit seiner Familie in den USA. 1949 lässt er sich von seiner ersten Frau scheiden und heiratet seine langjährige Geliebte, die kurz zuvor einen Sohn zur Welt gebracht hat. 1955 kehren die Simenons nach Europa zurück und lassen sich im schweizerischen Lausanne nieder. Inzwischen hat Simenon vier Kinder. Am Genfer See baut er sich ein großes Haus nach eigenen Plänen und lernt seine dritte Lebensgefährtin kennen. Insgesamt zieht Simenon 33 Mal um und reist außerdem sehr viel. Im Alter offenbart er, neben seinem Familienalltag ein äußerst promiskuitives Leben geführt zu haben: Er rühmt sich, mit 10 000 Frauen geschlafen zu haben. Simenon stirbt am 4. September 1989 an Krebs.


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