Zusammenfassung von Mord im Orientexpress

London 1934
Diese Ausgabe: Atlantik, Mehr

Buch kaufen

Mord im Orientexpress Buchzusammenfassung
Wer brach alle Gesetze der Wahrscheinlichkeit und kam ungestraft davon? Agatha Christie!

Rezension

Das Unmögliche möglich machen

Man muss sich das mal vorstellen: Im eingeschneiten Orientexpress mit einem berühmten Detektiv an Bord wird ein weltweit bekannter Kindesentführer brutal erstochen, ohne dass ihn jemand erkannt haben will. Am Ende schließt der Detektiv einfach die Augen und fabuliert eine so abenteuerliche Erklärung zusammen, dass sich jedem Krimiautor unserer Zeit der Magen umdrehen dürfte. „Eh bien“, so könnte Hercule Poirot einwerfen und sich den prächtigen Schnurrbart zwirbeln, „das ist der springende Punkt.“ Seine Schöpferin hat das Unmögliche möglich gemacht. Eine Autorin, die sich selbst als „Wurstmaschine“ bezeichnete, ihre besten Einfälle beim Geschirrspülen hatte und zugleich Bertolt Brecht, Thomas Mann und Konrad Adenauer in ihren Bann zog, der man vorwarf, Typen von der psychologischen Tiefenschärfe einer Spielkarte zu entwerfen, und die doch mehr Bücher verkaufte als Shakespeare. Man braucht keinen detektivischen Spürsinn, um zu erraten, wie ihr das gelang – das Meisterwerk Mord im Orientexpress liefert Indizien genug.

Zusammenfassung

Ausgebucht
Der Privatdetektiv Hercule Poirot steigt an einem kalten Wintermorgen in Aleppo in den Taurus-Express nach Istanbul, wo er sich vor der Weiterreise nach Europa ein paar Tage lang umsehen möchte. Mit ihm reisen nur zwei Engländer, die junge Gouvernante Mary Debenham...
Lesen Sie die Hauptaussagen dieses Buches in weniger als 10 Minuten. Erfahren Sie mehr über unsere Produkte. oder loggen Sie sich ein.

Über die Autorin

Agatha Christie wird am 15. September 1890 im britischen Torquay als jüngstes Kind einer wohlhabenden Familie geboren. Da sie Privatunterricht erhält, hat sie wenig Kontakt zu anderen Kindern. Sie flüchtet sich in imaginäre Rollenspiele und beginnt zu schreiben. Während des Ersten Weltkriegs arbeitet sie als Krankenschwester und Apothekenhelferin, eine Stellung, die sie später zu vielen fiktiven Giftmorden inspirieren wird. 1914 heiratet sie den Leutnant Archibald Christie; fünf Jahre später kommt Tochter Rosalind zur Welt. 1920 folgt das literarische Debüt: Hercule Poirot hat in Das fehlende Glied in der Kette (The Mysterious Affair at Styles) seinen ersten Fall. Ihren Durchbruch als Kriminalautorin erlebt sie mit dem 1926 veröffentlichten Alibi (The Murder of Roger Ackroyd). Es ist ein Jahr der privaten Tragödien: Zuerst stirbt die geliebte Mutter, dann gesteht ihr Mann ihr seine Affäre mit einer anderen. Christie erleidet einen Nervenzusammenbruch. Sie trägt sich in einem Hotel unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes ein und verschwindet für elf Tage von der Bildfläche. 1930, auf einer Reise in den Nahen Osten, verliebt sich die nunmehr Geschiedene in den 14 Jahre jüngeren Archäologen Max Mallowan. Die beiden heiraten, und noch im selben Jahr beweist die alte Jungfer Miss Marple in Mord im Pfarrhaus (The Murder at the Vicarage) erstmals ihre Schnüfflerqualitäten. In den Folgejahren begleitet Christie ihren Mann bei Ausgrabungen im Irak und in Syrien, eine Erfahrung, die sie in Mord in Mesopotamien (Murder in Mesopotamia, 1936) und Der Tod auf dem Nil (Death on the Nile, 1937) verarbeitet. Neben 66 Kriminalromanen, zahllosen Kurzgeschichten und Gedichten schreibt sie unter dem Pseudonym Mary Westmacott sechs autobiografisch geprägte Liebesromane. Die öffentlichkeitsscheue „Queen of Crime“ bricht alle Rekorde: Mit über 2 Milliarden verkauften Büchern ist sie die kommerziell erfolgreichste und meistübersetzte Schriftstellerin der Welt. Ihr Bühnenstück Die Mausefalle (The Mousetrap, 1954) läuft seit 1952 täglich in einem Londoner Theater. 1971 adelt Königin Elisabeth sie zur „Dame of the British Empire“. Agatha Christie stirbt 85-jährig am 12. Januar 1976.


Kommentar abgeben

Mehr zum Thema

Von der gleichen Autorin

Mehr in den Kategorien