Zusammenfassung von Onkel Toms Hütte

Boston 1851
Diese Ausgabe: dtv, Mehr

Buch kaufen

Onkel Toms Hütte Buchzusammenfassung
Sklaverei ist ein himmelschreiendes Unrecht. Dies hat Harriet Beecher Stowe ihren amerikanischen Landsleuten vor mehr als 150 Jahren eindringlich vor Augen geführt.

Rezension

Der Roman über die Sklaverei

Die USA sind um 1850 ein gespaltenes Land. Ein tiefer Riss trennt die sklavenhaltenden Südstaaten von den Nordstaaten. Vor diesem Hintergrund erzählt Harriet Beecher Stowe in Onkel Toms Hütte die wechselhaften Schicksale von Sklaven, die den Launen und wirtschaftlichen Verhältnissen ihrer Herren auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Mit heiligem Zorn prangert die Autorin ein System an, in dem Menschen afroamerikanischer Abstammung wie Sachen behandelt werden konnten. Sie zeigt klar den inneren Widerspruch einer Nation auf, die aus dem Bestreben nach Freiheit und Gleichheit geboren wurde und einem Teil ihrer Bewohner eben diese Werte verweigerte. In ihrer Analyse der sozialen Verhältnisse ist die Autorin scharfsinnig und klar. Ihre Beschreibung ist jedoch sehr religiös-schwärmerisch geraten und ihre Forderung nach christlichem Erdulden des Leids ist doch sehr zweifelhaft. So stehen in diesem Buch modern anmutende Ansichten neben fast unerträglich rührseligen Passagen. Auch Beecher Stowes Charakterisierung des "Negers" hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Wegen der differenzierten Darstellung der nordamerikanischen Gesellschaft zur unrühmlichen Zeit der Sklaverei bleibt der Roman aber sicher lesenswert.

Zusammenfassung

Eine Familie wird auseinandergerissen
Die Sklaven haben es einigermaßen gut auf der Farm von Mr. Shelby in Kentucky. Sie müssen nicht allzu hart arbeiten und werden nicht verprügelt. Ganz anders geht es vielen ihrer Leidensgenossen auf den Plantagen im tiefen Süden, das wissen Mr. Shelbys...
Lesen Sie die Hauptaussagen dieses Buches in weniger als 10 Minuten. Erfahren Sie mehr über unsere Produkte. oder loggen Sie sich ein.

Über den Autor

Harriet Beecher Stowe wird am 14. Juni 1811 in Litchfield, Connecticut, in eine alteingesessene, kinderreiche Familie geboren. Ihr Vater Lyman Beecher ist ein bekannter presbyterianischer Prediger, der sich nicht auf die Verbreitung von Gottes Wort beschränkt, sondern auch Blindenschulen gründet. Als kleines Mädchen verliert Harriet ihre Mutter. Sie geht in die von ihrer Schwester geleitete Schule und wird schon im Alter von 18 Jahren selbst dort Lehrerin, bevor sie 1822 ihrem Vater nach Cincinnati, Ohio, folgt. Dort lernt sie auch den Theologieprofessor Calvin E. Stowe kennen, den sie 1836 heiratet. Mit ihm hat sie sieben Kinder. Drei ihrer vier Söhne überlebt sie: Samuel Charles stirbt bereits als kleines Kind an Cholera, ihr ältester Sohn Henry ertrinkt 1857 beim Baden in einem Fluss, und ihr Sohn Fred, der als einer der ersten Freiwilligen im Sezessionskrieg in der Schlacht bei Gettysburg am Kopf verwundet wurde und Zeit seines Lebens an den Folgen der Verletzung leidet, verschwindet 1870 in San Francisco spurlos. Einzig der jüngste Sohn Charles überlebt seine Mutter. Beecher Stowes literarische Karriere beginnt 1834, als sie einen Kurzgeschichtenwettbewerb gewinnt und ihr Text in einer Zeitschrift gedruckt wird. Zeitweise sind wegen der angeschlagenen Gesundheit ihres Ehemanns Einkünfte aus ihren Artikeln und sentimentalen Erzählungen über ihre Heimat Grundlage des Familieneinkommens. 1850 übersiedelt die Familie ins bekömmlichere neuenglische Klima. Zunächst lebt sie für zwei Jahre in New Brunswick, Maine, dann seit 1852 in Andover, Massachusetts. Der überwältigende Erfolg von Onkel Toms Hütte macht Harriet Beecher Stowe schlagartig in Amerika und Europa berühmt und befreit sie von finanziellen Sorgen. Sie unternimmt mehrere Reisen nach Europa und wird u. a. von Queen Victoria empfangen. Als der Amerikanische Bürgerkrieg zu Ende ist, kauft sie eine Orangenplantage in Florida als Winterdomizil und als Aufgabe für ihren Sohn Fred. Sie schreibt noch zahlreiche Erzählungen und Romane, kann mit ihnen jedoch nicht mehr an den Erfolg von Onkel Toms Hütte anknüpfen. Wirbel löst sie 1869 mit ihrer Schrift Die wahre Geschichte über Lady Byrons Leben aus, in der sie ihre inzwischen verstorbene Freundin, die Witwe des berühmten englischen Dichters, gegen Vorwürfe in Schutz nimmt und Byron selbst angreift. Als geachtete Person des öffentlichen Lebens stirbt Beecher Stowe am 1. Juli 1896 in Hartford, Connecticut.


Kommentar abgeben

Mehr zum Thema

Mehr in den Kategorien