Zusammenfassung von Protagoras

Athen um 390 v. Chr.
Diese Ausgabe: Artemis & Winkler, Mehr

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Protagoras Buchzusammenfassung
Eine antike Talkrunde über tugendhaftes Verhalten und darüber, ob man es anderen beibringen kann.

Rezension

Ist die Tugend lehrbar?

Diese zentrale Frage des Dialogs Protagoras mag antiquiert anmuten: Die Tugend als solche ist heute eher selten Gesprächsthema. Betrachtet man die einzelnen Passagen des Protagoras jedoch genauer, entdeckt man eine Fülle von Detailfragen, die die Philosophie in den Jahrhunderten nach Platon beschäftigt haben und die z. T. auch heute noch kontrovers diskutiert werden: Treffen wir unsere Entscheidungen aufgrund von Affekten oder aus Vernunftgründen? Gibt es einen angeborenen Sinn für das Gute? Wo soll politische Bildung stattfinden, in der Schule oder im Elternhaus? Welchen Sinn haben Strafen? Vor dem Hintergrund aktueller Bildungsdebatten erweist sich Platons Protagoras als erstaunlich modernes Werk, das auf feste Antworten verzichtet und an ihre Stelle fruchtbare Denkanstöße setzt. Genauso zeitlos wie der Inhalt ist auch die Form: Platon inszeniert das Gespräch zwischen Sokrates und Protagoras als spannende Diskussionsrunde, die durch die individuellen Charakterzüge der Teilnehmer lebendig wird.

Zusammenfassung

Protagoras ist in der Stadt
Der Philosoph Sokrates trifft seinen Freund Hetairos, der ihn spitzbübisch fragt, ob er sich gerade mit dem schönen Alkibiades getroffen habe. Sokrates gibt das zu. Er habe aber auch den weisen Protagoras aus Abdera besucht und sich...
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Über den Autor

Platon gilt als einer der größten philosophischen Denker aller Zeiten. Zusammen mit seinem Lehrer Sokrates und seinem Schüler Aristoteles bildet er das Dreigestirn am Morgenhimmel der westlichen Philosophie. Platon wird 427 v. Chr. in Athen geboren, als Sohn des Ariston, eines Nachfahren des letzten Königs von Athen. Da Platon aus aristokratischen Kreisen stammt, scheint sein Lebensweg vorgezeichnet. Doch die Politik verliert für ihn schnell an Reiz, als er sieht, wie seine beiden Onkel Charmides und Kritias als zwei der 30 Tyrannen in Athen herrschen. Diese Oligarchie war den Athenern im Jahr 404 v. Chr. von den im Peloponnesischen Krieg siegreichen Spartanern aufgezwungen worden. Platon betrachtet die Politik von nun an mit einem gewissen Abscheu, sie lässt ihn aber nie ganz los. Er wird ein Schüler des Sokrates, dessen ungerechte Hinrichtung im Jahr 399 v. Chr. ihn stark prägen wird. Fortan tritt Sokrates als Hauptdarsteller seiner philosophischen Schriften auf: 13 Briefe und 41 philosophische Dialoge sind überliefert. Nach der Verurteilung des Sokrates flüchtet Platon zu Euklid nach Megara (30 Kilometer westlich von Athen). Er reist weiter in die griechischen Kolonien von Kyrene (im heutigen Libyen), nach Ägypten und Italien. 387 v. Chr. kehrt er nach Athen zurück und gründet hier eine Schule: die Akademie. Deren Studienplan umfasst die Wissensgebiete Astronomie, Biologie, Mathematik, politische Theorie und Philosophie. Ihr berühmtester Schüler wird Aristoteles. 367 v. Chr. ergibt sich für Platon die einmalige Möglichkeit, sein in seinem Hauptwerk Der Staat entworfenes Politikideal in die Praxis umzusetzen: Als politischer Berater wird er an den Hof von Dionysios II., dem Herrscher von Syrakus, gerufen. Seine Hoffnungen, diesen in der Kunst des Regierens zu unterweisen, zerschlagen sich jedoch. Platon stirbt um 347 v. Chr. in Athen.


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