Zusammenfassung von Reise zum Mittelpunkt der Erde

Paris 1864
Diese Ausgabe: Diogenes, Mehr

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Reise zum Mittelpunkt der Erde Buchzusammenfassung
Ein Meisterwerk des Science-Fiction-Erfinders: die fantastische Reise in die Abgründe der Erde.

Rezension

Expedition in die Tiefen der Erde

Reise zum Mittelpunkt der Erde ist einer der wenigen Romane von Jules Verne, deren Vision wohl niemals Wirklichkeit wird: Dafür ist es im Erdinnern einfach zu heiß. 1864 war das allerdings noch keine gesicherte Erkenntnis, sodass selbst der beschlagene Zeitgenosse nicht ausmachen konnte, wo die Wissenschaft aufhört und die Fiktion beginnt. Verne, der Erfinder der Science-Fiction, lässt seine Hauptfiguren alle Einwände und konkurrierenden Theorien durchdiskutieren. Seine damaligen Leser dürften sich dabei ähnlich gefühlt haben wie wir uns in der heutigen Mediengesellschaft: Je mehr Expertenmeinungen man zu einem bestimmten Thema hört, desto weniger weiß man, was man glauben soll. Verne gelingt mit seinem geologischen Roman eine faszinierende Verschmelzung von wissenschaftlichem Anspruch und Imagination: Axel und sein Onkel reisen durch Gesteinsschichten in der Erdgeschichte zurück und erblicken in unterirdischen Parallellandschaften ungeahnte Schönheiten und Schrecklichkeiten. Dass sie zugleich die Tiefen des eigenen Ichs erkunden, macht den Roman umso lesenswerter.

Zusammenfassung

Eine geheimnisvolle Schrift
Am 24. Mai 1863 finden der Hamburger Professor Lidenbrock, ein kauziger Experte für Geologie, und sein Neffe und Laborgehilfe Axel in einer alten isländischen Chronik ein geheimnisvolles Pergament, auf dem etwas in verschlüsselter Runenschrift ...
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Über den Autor

Jules Verne wird am 8. Februar 1828 im französischen Nantes geboren. Sein Vater ist Rechtsanwalt und verlangt von seinem Sohn, nach der Schulausbildung ebenfalls Jura zu studieren. Zu diesem Zeitpunkt verliert sich der junge Verne bereits in seiner abenteuerlichen Fantasie, sehr zum Ärgernis des ernsten Vaters. Nach dem Wechsel von der Universität in Nantes nach Paris 1848 knüpft Verne Kontakte zu künstlerischen Kreisen. Er schreibt ein Theaterstück, das sogar zur Aufführung kommt und zum Entsetzen des Vaters von der Treulosigkeit flatterhafter Frauen handelt. Spätestens als er 1857 die Witwe Honorine Morel heiratet, die zwei Töchter mit in die Ehe bringt, muss ein soliderer Broterwerb her: Verne wird Börsenmakler. Nebenher schreibt er weiter und unternimmt größere Reisen durch Europa. Als aufmerksamer Beobachter der Erfindungen seiner Zeit – er führt eine Kartei mit Tausenden Notizen über neueste Entwicklungen – weiß Verne genau, was seine Zeitgenossen umtreibt und fasziniert. Er ist ein großer Anhänger der Luftschifffahrt und verarbeitet dies in dem Roman Cinq semaines en ballon (Fünf Wochen im Ballon, 1863). Das Buch löst eine Sensation aus. Verleger Hetzel konzipiert eine ganze Serie von „abenteuerlichen Reisen“ und gibt Verne einen festen Vertrag. In rascher Folge erscheinen Voyage au centre de la terre (Reise zum Mittelpunkt der Erde, 1864), De la terre à la lune (Von der Erde zum Mond, 1865) und Vingt mille lieues sous les mers (Zwanzigtausend Meilen unter Meer, 1869/70). 1871 zieht Verne mit seiner Familie nach Amiens, wird Vorsitzender der dortigen Académie, kauft sich Jachten und frönt seiner Reiselust. Weitere Erfolgsromane erscheinen, u. a. Le tour du monde en quatre-vingts jours (Reise um die Erde in achtzig Tagen, 1873) und L’Ile mystérieuse (Die geheimnisvolle Insel, 1874). Mit Auszeichnungen überhäuft und ein riesiges Werk hinterlassend, stirbt Verne am 24. März 1905.


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