Zusammenfassung von Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802

Braunschweig 1803
Diese Ausgabe: Insel, Mehr

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Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802 Buchzusammenfassung
Der wohl berühmteste Spaziergang der deutschen Literatur.

Rezension

Ein abenteuerlicher Spaziergang

Am 6. Dezember 1801 bricht Johann Gottfried Seume zu einem Spaziergang auf, der in die Literaturgeschichte eingehen wird. Viele glauben nicht, dass der nur 1,55 m große Mann lebendig zurückkehren wird. Schließlich führen die 6000 Kilometer, die er von Leipzig bis ins sizilianische Syrakus und zurück zu bewältigen hat, durch Gegenden, die von Straßenräubern unsicher gemacht werden – und für die zählt ein Menschenleben wenig. Aber Seume ist nicht nur Gelehrter, sondern auch ein erfahrener Soldat, und lässt sich nicht abschrecken. Bis zur berühmt gewordenen Reise war sein Leben von unglücklichen Umständen geprägt; jetzt will er es noch einmal wissen. Nach eigenem Gutdünken besichtigt er Städte und Sehenswürdigkeiten und beweist dabei durchaus Mut zur Lücke. Meist zu Fuß unterwegs und in eher armseligen Wirtshäusern logierend, begegnet er Menschen, die die Kutschenfahrer seiner Zeit nie zu Gesicht bekommen. Was er sieht, analysiert er mit wachem, kritischem Verstand. Deshalb kann er am Ende seiner Reise einen Bericht aus ungewöhnlicher Perspektive abliefern, der nicht nur seine Zeitgenossen fasziniert, sondern auch heute noch Menschen dazu inspiriert, ihren Reisezielen mit offenen Augen und mit aufgeklärtem Verstand zu begegnen.

Zusammenfassung

Aufbruch von Sachsen
Am 6. Dezember 1801 schnallt sich Johann Gottfried Seume im sächsischen Grimma nahe Leipzig den Tornister aus Seehundfell um und begibt sich, zuerst noch von seinem Freund Veit Schnorr begleitet, auf seinen „Spaziergang“ nach Syrakus an der Südspitze Siziliens...
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Über den Autor

Johann Gottfried Seume wird am 29. Januar 1763 im sächsischen Poserna als Sohn einer wohlhabenden Bauernfamilie geboren. Als der Vater 1776 stirbt, gerät die Familie in finanzielle Not. Der Graf Hohenthal ermöglicht Seume den Besuch der Lateinschule in Borna und der Nikolaischule in Leipzig. 1780 beginnt Seume auf Wunsch des Grafen ein Theologiestudium in Leipzig. Ein Jahr später wird er während einer Reise von hessischen Soldatenwerbern aufgegriffen und an die Engländer zum Einsatz gegen die amerikanischen Rebellen verkauft. Bei der Rückkehr aus Kanada nach Bremen fällt er 1783 erneut Werbern in die Hände, diesmal preußischen, die ihn in Emden vier Jahre lang als Musketier einsetzen. Zurück in seiner Heimat, studiert Seume mithilfe des Grafen Hohenthal erneut; diesmal Jura, Philosophie, Philologie und Geschichte. 1791 promoviert er, ein Jahr darauf folgt seine Habilitation. Fortan arbeitet Seume als Sekretär und Adjutant für den russischen General Igelström. Er wird zum Leutnant der russischen Armee befördert. 1796 verliebt er sich unglücklich in die Kaufmannstochter Wilhelmine Röder. Auf eigenen Wunsch wird er aus dem russischen Militärdienst entlassen. Ab 1797 arbeitet er als Korrektor und Lektor beim Verleger Göschen in Grimma. Dann – von Dezember 1801 bis August 1802 – folgt Seumes berühmt gewordene Reise nach Syrakus. Den entsprechenden Reisebereicht veröffentlicht er im Folgejahr unter dem Titel Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802. 1806 erscheint Mein Sommer 1805, ein Bericht über Seumes Reise in einige nordosteuropäische Länder. 1808 erkrankt er an einem schweren Nieren- und Blasenleiden. Bei einem Kuraufenthalt im tschechischen Teplitz stirbt Johann Gottfried Seume am 13. Juni 1810.


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