Zusammenfassung von Tristan und Isold

Straßburg um 1210
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Tristan und Isold Buchzusammenfassung
Tristan und Isold: Eine „Amour fou“ aus dem Mittelalter.

Rezension

Das berühmteste Liebespaar des Mittelalters

Tristan und Isold: Das ist eine Liebe, die stärker ist als alle Vernunft. Sie ist von Anfang an nur um den Preis von Lügen und Betrug zu haben und verletzt die Ehre der drei ranghöchsten Menschen im Staat Cornwall. Der Stoff einer so überwältigenden leidenschaftlichen Liebe gegen alle gesellschaftlichen Konventionen hat sich als Mythos durch die Jahrhunderte gezogen. Gottfried von Straßburg war nicht der Erste, der diesen Mythos gestaltete, und mit der Wahl der prekären Geschichte machte er es sich alles andere als leicht: Der fortgesetzte Ehebruch passt weder in ein christliches noch in ein feudales Eheverständnis, und der ansonsten mit sämtlichen ritterlichen Tugenden beschlagene Tristan hat eben den gravierenden Makel, dass er seinen Herrn und Onkel betrügt. Aber leicht machen, das betont Gottfried von Straßburg immer wieder, will er es weder sich noch seinen Liebenden noch seinen Lesern: Die Liebe ist nicht als reine Freude zu haben. Wer liebt, der leidet immer auch Qualen, ja, der Tod selbst ist die dunkle Seite der Liebe.

Zusammenfassung

Die tragische Geschichte der Eltern
Riwalin Canelengres, der Herrscher von Parmenien, ist jung, schön und in sämtlichen ritterlichen Disziplinen beschlagen. Er befindet sich in ständigem Krieg mit seinem Feind Morgan. Einen Waffenstillstand nutzt Riwalin für eine Reise zu...
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Über den Autor

Gottfried von Straßburg gilt als einer der bedeutendsten Dichter des Mittelalters. Er lebte um die Wende vom zwölften zum 13. Jahrhundert. Über ihn als historische Person weiß man nur, was von seinem Werk und dessen Wirkung abzuleiten ist, und das einzige Werk, das man ihm definitiv zuschreiben kann, ist das Fragment Tristan und Isold. Sicher ist, dass Gottfried hervorragende Bildung genießt, möglicherweise wird er als Geistlicher ausgebildet. Seine soziale Stellung ist aber unklar – adlig ist er nicht, weil die Zeitgenossen seinem Namen keinen Adelstitel vorausschicken; Ritter wohl auch nicht, weil ihm kein Wappen zugewiesen ist. Er ist am ehesten in den intellektuellen Patrizierkreisen der Stadt Straßburg zu verorten; vielleicht steht er als Kleriker im Dienst des Straßburger Hofes. An einigen Stellen in Tristan und Isold scheint hinter dem Erzähler der Autor selbst aus der Deckung zu treten und eigene Liebeserfahrungen anzudeuten. Selbst Gottfrieds Tod kann man nur ungefähr datieren, auf 1210 Gottfried war ein Zeitgenosse von Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und Hartmann von Aue.


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