Zusammenfassung von Unmögliche Beweisaufnahme

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Unmögliche Beweisaufnahme Buchzusammenfassung
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Rezension

Sprachgewordene Sprachlosigkeit

Wenige Prosatexte sind so wenig fassbar und inhaltlich so schwer wiederzugeben wie dieser. Vage Formulierungen und Bilder, Andeutungen, Abschweifungen – das Hauptthema von Nossacks erzähltem Gerichtsprotokoll ist das Versagen der Sprache. Das Vokabular der funktionierenden Welt (hier in Gestalt des Gerichts) ist außerstande, die Verlorenheit des Menschen zu beschreiben. Schriftsteller in den 1950er-Jahren, das Grauen des totalen Krieges in frischer Erinnerung, hatten ihr Vertrauen in ihr Handwerkszeug Sprache verloren. Sie waren überzeugt, die Abgründe der menschlichen Existenz nur noch empfinden, nicht mehr schildern zu können. Diese fundamentale Sprachskepsis der Nachkriegszeit zeigt sich in Unmögliche Beweisaufnahme sehr deutlich – und zwar durch Sprache. Dieser vermeintliche Widerspruch fasziniert bis heute. Der Text lässt die Leser irritiert zurück. Er ist zum einen in seinen Details sehr interpretationsbedürftig und wirkt zum anderen wie eine große Parabel auf die Unmöglichkeit menschlichen Zusammenlebens und gelingender Kommunikation.

Über den Autor

Hans Erich Nossack wird am 30. Januar 1901 in eine großbürgerliche Hamburger Familie geboren. Er ist der Sohn eines Kaffeeimporteurs und der Tochter einer alteingesessenen Kaufmannsdynastie. Als Kind verletzt er sich beim Eislaufen und ist fortan gehbehindert. 1922 bricht er sein Jurastudium in Jena ab. Er arbeitet in einer Fabrik und ist kurzzeitig Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands. 1923 kehrt er nach Hamburg zurück und wird Bankkaufmann. 1925 heiratet er die fünf Jahre ältere Gabriele Knierer. In den 30er-Jahren arbeitet Nossack im elterlichen Betrieb; die SA stellt ihm wegen seiner KPD-Vergangenheit nach, verhaftet ihn jedoch nicht. Seine Gedichte und Theaterstücke werden mit einem Veröffentlichungsverbot belegt, Nossack erhält Schreibverbot. 1943 werden all seine Aufzeichnungen bei den Fliegerangriffen auf Hamburg vernichtet. Er verarbeitet seine Eindrücke bei der Betrachtung der zerstörten Stadt in seinem viel beachteten autobiografischen Text Der Untergang (1948) und in der fast zeitgleich entstehenden Erzählung Nekyia (1947). In der Folge erscheinen auf Vermittlung von Jean-Paul Sartre einige Texte Nossacks in französischer Sprache. Nossack wird Gründungsmitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. 1955 wird er Hausautor bei Suhrkamp. Nach einer Reihe von Erzählungen erscheint sein erster Roman Spätestens im November (1955). 1956 beschließt Nossack, den elterlichen Betrieb zu verkaufen und mithilfe seines Schweizer Mäzens Kurt Bösch in Aystetten bei Augsburg als freier Schriftsteller zu leben. Im selben Jahr erscheint Spirale – Roman einer schlaflosen Nacht. 1961 erhält Nossack den Georg-Büchner-Preis, 1963 den Wilhelm-Raabe-Preis. Nach einigen Jahren in Darmstadt und Frankfurt zieht er 1969 zurück nach Hamburg, erhält den Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste sowie das große Bundesverdienstkreuz. Nossack stirbt am 2. November 1977 in Hamburg.

 

Zusammenfassung

Ungeklärte Schuldfrage
Ein Angeklagter steht vor Gericht. Auf die Frage, ob er sich im Sinne der Anklage für schuldig halte, gibt er an, er könne sich noch nicht entscheiden. Er wolle sich aber jedem Urteil beugen. Diese Aussage sorgt für Unverständnis und bringt ihm eine Ermahnung...

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