Zusammenfassung von Väter und Söhne

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Väter und Söhne Buchzusammenfassung
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Rezension

Nihilismus und Liebe

„Sehen Sie nur, was Ihre Nihilisten anrichten! Sie brennen St. Petersburg nieder!“ – Als Turgenjew 1862 nach der Veröffentlichung seines Romans erstmals in die von Unruhen geplagte Stadt zurückkehrte, musste er sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Den Begriff „Nihilist“ hatte der Autor selbst geprägt. In Väter und Söhne wird die Figur des Jewgenij Basarow damit bezeichnet. Basarow, ein junger Mediziner, wird von seinem Freund Arkadij zu einer Reise in die Provinz eingeladen und gerät dort mit der Vätergeneration aneinander. Kein Prinzip ist ihm heilig, alle Werte und Normen will er aufgeben, um Platz für Neues zu schaffen. Er duelliert sich mit Arkadijs adligem Onkel Pawel, entbrennt trotz seines nüchternen Gemüts in heftiger Liebe zur schönen Anna Odinzowa und lernt eine Instanz kennen, die selbst ein Revolutionär nicht verneinen kann: den Tod. Turgenjew handelte sich mit dem Roman den Ärger vieler Landsleute ein und verbrachte große Teile seines Lebens unversöhnt im Ausland. Dennoch wurde Väter und Söhne zu einem Klassiker des russischen Realismus. Der Begriff des Nihilismus ging nicht nur in die Literaturgeschichte, sondern auch in das philosophische Vokabular und in den täglichen Sprachgebrauch ein.

Über den Autor

Iwan Turgenjew wird am 9. November 1818 als Sohn eines Armeeoffiziers in der russischen Provinzstadt Orjol geboren. Die Familie ist wohlhabend und bewohnt einen Landgutshof in Spasskoje-Lutowinowo, auf den Turgenjew zeitlebens immer wieder zurückkehrt. Er besucht verschiedene Schulen und wird von Privatlehrern in Russisch, Deutsch, Englisch und Französisch unterrichtet. Sein Vater setzt sich 1833 dafür ein, dass der erst 15-Jährige an der Universität Moskau zugelassen wird. Turgenjew studiert zudem in St. Petersburg und Berlin. 1841 zieht er nach Moskau zurück, um die Magisterprüfung in Philosophie abzulegen. Er arbeitet für das Ministerium in St. Petersburg, gibt die Stelle aber wieder auf, um sich dem Schreiben zu widmen. Erste Gedichte werden in Literaturzeitungen veröffentlicht. Er trifft die Opernsängerin Pauline Viardot, folgt ihr 1944 nach Paris und kehrt erst 1850 nach dem Tod seiner Mutter nach Russland zurück, um das Gut in Spasskoje zu übernehmen. Im selben Jahr schreibt er einen Nachruf auf Nikolai Gogol, der selbst Zeit seines Lebens Ärger mit der Zensur gehabt hat, und wird dafür kurzzeitig in St. Petersburg inhaftiert. Anschließend lebt er wieder in Paris bei Pauline Viardot, wo nun seine produktivste Schaffensphase beginnt. Die Aufzeichnungen eines Jägers (1852), eine kritische Darstellung des Lebens der russischen Bauern, machen ihn schlagartig bekannt. Er schreibt zahlreiche Novellen, die sich durch ihren lyrischen Ton auszeichnen und zu den stärksten Beispielen dieser Gattung innerhalb der russischen Literatur zählen, darunter Erste Liebe (1860) und Frühlingswogen (1872). Seine wichtigsten Romane sind Am Vorabend (1859), Dunst (1867) und der den literarischen Realismus prägende Roman Väter und Söhne (1862). In seinen Prosaminiaturen (Gedichte in Prosa, 1882) beschäftigt sich Turgenjew intensiv mit den Themen Alter und Tod, wobei sein an Schopenhauer geschulter Pessimismus durchschimmert. Er stirbt am 3. September 1883 in Paris.

 

Zusammenfassung

Zurück im Haus des Vaters
Nikolai Petrowitsch Kirsanow wuchs als Sohn eines Generals in der russischen Provinz auf und studierte in St. Petersburg. Er führte eine harmonische Ehe mit seiner Frau Mascha, die jedoch früh verstarb. Kirsanow kümmerte sich um den geliebten Sohn Arkadij, schickte...

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