Zusammenfassung von Von der Erde zum Mond

Direkte Fahrt in siebenundneunzig Stunden und zwanzig Minuten

Paris 1865
Diese Ausgabe: Diogenes, Mehr

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Von der Erde zum Mond Buchzusammenfassung
Die erste Mondreise, wenn auch nur in der Fantasie: Jules Verne schickt ein Jahrhundert vor Aldrin und Co. drei Helden in einer Kanonenkugel zum Mond.

Rezension

In einer Kanonenkugel zum Mond

Dass Jules Verne ein hervorragender Utopist und glänzender Erzähler war, ist hinlänglich bekannt. Doch er ist gleichzeitig auch ein hinreißender Satiriker. Das zeigt sich in Von der Erde zum Mond ganz besonders deutlich: Spott auf Militarismus und übertriebenes Nationalbewusstsein verpackt er in die Geschichte des Kanonenklubs, einer Vereinigung von Ballistikern während des amerikanischen Bürgerkriegs. Den alten Haudegen kommt der Friedensschluss gar nicht zupass, und um die Existenzkrise abzuschütteln, will ihr Präsident eine für damalige Verhältnisse unglaubliche Idee in die Tat umsetzen: Er will eine Kanone bauen und eine Kugel zum Mond schießen, woraus sich – ursprünglich nicht beabsichtigt – der erste bemannte Mondflug ergibt. Vernes Roman beschäftigt sich fast ausschließlich mit den Vorbereitungen der Mondreise und bietet viel Platz für technische Hintergründe, waghalsige Mutmaßungen, mathematische Spielereien und all den Zutaten, welche die später so bezeichnete Science-Fiction ausmachen. Der Roman liest sich wunderbar leicht – nicht zuletzt dank seinem erfrischend ironischen Humor.

Zusammenfassung

Der Gun Club
Mitten im amerikanischen Bürgerkrieg wird in Baltimore ein ganz besonderer Klub gegründet: der Gun Club. Beitreten dürfen nur wackere Yankees, die ein Geschütz oder mindestens eine Feuerwaffe erfunden oder verbessert haben. Einen Monat nach seiner Gründung hat der Klub schon...
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Über den Autor

Jules Verne wird am 8. Februar 1828 im französischen Nantes geboren. Sein Vater ist Rechtsanwalt und verlangt von seinem Sohn, nach der Schulausbildung ebenfalls Jura zu studieren. Zu diesem Zeitpunkt verliert sich der junge Verne bereits in seiner abenteuerlichen Fantasie, sehr zum Ärgernis des ernsten Vaters. Nach dem Wechsel von der Universität in Nantes nach Paris 1848 knüpft Verne Kontakte zu künstlerischen Kreisen. Er schreibt ein Theaterstück, das sogar zur Aufführung kommt und zum Entsetzen des Vaters von der Treulosigkeit flatterhafter Frauen handelt. Spätestens als er 1857 die Witwe Honorine Morel heiratet, die zwei Töchter mit in die Ehe bringt, muss ein soliderer Broterwerb her: Verne wird Börsenmakler. Nebenher schreibt er weiter und unternimmt größere Reisen durch Europa. Als aufmerksamer Beobachter der Erfindungen seiner Zeit – er führt eine Kartei mit Tausenden Notizen über neueste Entwicklungen – weiß Verne genau, was seine Zeitgenossen umtreibt und fasziniert. Er ist ein großer Anhänger der Luftschifffahrt und verarbeitet dies in dem Roman Cinq semaines en ballon (Fünf Wochen im Ballon, 1863). Das Buch löst eine Sensation aus. Verleger Hetzel konzipiert eine ganze Serie von „abenteuerlichen Reisen“ und gibt Verne einen festen Vertrag. In rascher Folge erscheinen Voyage au centre de la terre (Reise zum Mittelpunkt der Erde, 1864), De la terre à la lune (Von der Erde zum Mond, 1865) und Vingt mille lieues sous les mers (Zwanzigtausend Meilen unter Meer, 1869/70). 1871 zieht Verne mit seiner Familie nach Amiens, wird Vorsitzender der dortigen Académie, kauft sich Jachten und frönt seiner Reiselust. Weitere Erfolgsromane erscheinen, u. a. Le tour du monde en quatre-vingts jours (Reise um die Erde in achtzig Tagen, 1873) und L’Ile mystérieuse (Die geheimnisvolle Insel, 1874). Mit Auszeichnungen überhäuft und ein riesiges Werk hinterlassend, stirbt Verne am 24. März 1905.


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