Zusammenfassung von Managerismus

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Managerismus Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Finanzmarktkrisen, Verfall der Werte im Geschäftsleben, Vertrauensverlust in der sozialen Marktwirtschaft – all das beklagt Manfred Hoefle. Verantwortlich dafür macht er die selbstsüchtigen „Manageristen“ bzw. deren Entourage an Beratern, ihr kurzfristiges Denken und ihre überhöhten Gehälter. Hoefle nimmt kein Blatt vor den Mund, nennt Namen und ruft zur öffentlichen Ächtung der „Manageristen“ auf. Denn das sei es, was diese Selbstdarsteller am härtesten träfe. Er schlägt teilweise radikale Maßnahmen vor, etwa die Abschaffung von Quartalsberichten oder eine Maximalgröße für Firmen. „Gute“ Unternehmer im Sinne Hoefles und Politiker finden hier pointierte Argumente gegen exzessive Vergütungen, gegen das Shareholder-Value-Denken und gegen staatliche Rettungsmaßnahmen. getAbstract empfiehlt das Buch allen Geschäftsführern, Vorstandsmitgliedern, Aufsichtsräten und politischen Entscheidern – auch und gerade solchen, die den Status quo verteidigen wollen.

Über den Autor

Manfred Hoefle studierte Wirtschaftswissenschaft in St. Gallen und war danach bei einem Konzern in diversen Positionen im Bereich Strategie und Organisation beschäftigt. Er gründete ein Technologieunternehmen und berät Jungunternehmer. Unter www.managerismus.com stellt er weitere Informationen zum Thema zur Verfügung.

 

Zusammenfassung

Phänomen Managerismus

Wenn selbstsüchtige, rein profitorientierte Manager ein Unternehmen penetrieren, dann liegt Managerismus vor – ein Begriff, der gewollt abwertend klingt. Manageristen sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht und treten meist mit einem Gefolge von Beratern und Bankern auf.

Seine Wurzeln hat der Managerismus im Taylorismus, der die arbeitenden Menschen als austauschbare Ressourcen betrachtet. Hinzu kam in den 1980er Jahren die Entwicklung des Shareholder-Value-Konzepts, das die Wertsteigerung für die Eigentümer des Unternehmens über das Wohl der anderen Stakeholder, wie Kunden oder Mitarbeiter, stellt. Mit der Globalisierung schwappte diese amerikanische Sichtweise auf Europa über. Die Ablösung des ehrbaren Kaufmanns durch den Kapitalisten – heute oftmals in Gestalt des Private-Equity- oder Hedgefonds-Managers – zeugt vom Werteverfall: Spekulation verdrängt die Sparsamkeit, Vorteilsnahme die Ehrlichkeit, und die Unternehmen werden zu Spielbällen der Manageristen.

Gewinnmaximierung

Das Streben nach Gewinnmaximierung geht mit einer starken Shareholder-Value-Orientierung einher. Der Kapitalmarkt verlangt von den Unternehmen eine ständige...


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