Zusammenfassung von Mein Kopf gehört mir

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Mein Kopf gehört mir Buchzusammenfassung
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Bewertung

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9 Wichtigkeit

9 Innovationsgrad

9 Stil


Rezension

Selbstoptimierung liegt im Trend. Egal ob Fitnesstracker oder Schlafüberwacher, immer mehr Menschen wollen alles über sich selbst wissen, um Schwachstellen zu orten und ihre Leistung zu steigern. Was sich bis vor Kurzem nur auf die körperliche Leistungsfähigkeit beschränkte, findet nun verstärkt auch im mentalen Bereich statt. Die immer noch weitgehend unbekannte Funktionsweise des Gehirns wird zur neuen Eroberungszone. Miriam Meckel schildert in ihrem Buch den Übergang zum „Neurokapitalismus“, in dem die Gehirnmanipulation keine ferne Utopie mehr scheint. Meckels Ansicht nach lassen sich Forschung und Experimente am menschlichen Gehirn kaum aufhalten. Diese würden vordergründig meist zur Heilung von Krankheiten wie Epilepsie oder Alzheimer durchgeführt. Darüber hinaus gehe es aber auch um den Reiz der mentalen Leistungssteigerung, bei dem viele Firmen bereits heute das große Geschäft wittern: Denn wer möchte sich in Zukunft noch ungedopt mit gehirnoptimierten Menschen und mit immer smarteren Rechnern messen? Meckel sieht darin eine große Gefahr, denn Hirndoping mag zwar die Leistung verbessern, wird aber auch die Persönlichkeit verändern. getAbstract hält das Buch für äußerst lesenswert, weil es zeigt, wohin unsere Leistungsgesellschaft steuert.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • wie das Gehirn mehr und mehr in den Fokus der Selbstoptimierung rückt,
  • wie Brainhacking bereits heute praktiziert wird und worauf es künftig hinausläuft und
  • warum Gedankenfreiheit und Identität auch in Zukunft geschützt werden müssen.
 

Über die Autorin

Miriam Meckel ist Publizistin und Herausgeberin der Wirtschaftswoche. Sie lehrt Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. 

 

Zusammenfassung

Das Gehirn als neue Eroberungszone

Kennen Sie auch die Aussage, dass wir angeblich nur 10 Prozent unseres Gehirns effektiv nutzen? Dabei handelt es sich zwar um eine längst widerlegte Mär, doch sie hält sich weiterhin hartnäckig in unseren Köpfen. Bei so viel ungenutztem Hirnpotenzial kommt „neuronale Goldgräberstimmung“ auf. Nachdem sich der Hype um die Vermessung und Optimierung des Ichs lange auf die physischen Fähigkeiten konzentriert hat, ist nun der Kopf dran. Da Computer und Maschinen immer smarter werden, indem zum Beispiel der Kühlschrank entscheidet, wann er Obst und Gemüse nachbestellen muss, oder die Waschmaschine dann anfängt zu waschen, wenn der Stromtarif am günstigsten ist, muss auch der Mensch in seiner Leistungsfähigkeit nachziehen. Damit beschäftigen sich mittlerweile schon ganze Industrien, die auf ein lukratives Geschäft hoffen. Kranken Menschen sollen bessere Heilungschancen eröffnet werden, doch auch die große Masse „normaler Menschen“ steht im Fokus und soll den Verlockungen des Hirndopings erliegen. Aber wollen wir wirklich, dass Computer unsere Gedanken lesen und wir Teil einer Gedankencloud werden? Vorsicht scheint geboten, denn im Hirn steckt nichts weniger als unsere Persönlichkeit und einzigartige Identität.


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    Amirpedram Bozorgsoltani vor 7 Monaten
    Ich als Neurowissenschaftler fande das Buch gut,für diejenigen,die sich nie mit diesem Thema beschäftigt haben.
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    Tarik Eroglu vor 7 Monaten
    Krank!