Zusammenfassung von Migrationsland Schweiz

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Migrationsland Schweiz Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark

Rezension

Migration ist kein neues Phänomen. Globalisierung, Kriege und wirtschaftliche Not halten Migrationsströme in Gang, die nahezu alle Regionen der Welt betreffen. Europa – und damit auch die Schweiz – versucht dem Einwanderungsdruck mit der Schließung von Grenzen und einer rigiden Migrationspolitik Herr zu werden. Ob das langfristig gelingen wird, bezweifeln Christine Abbt und Johan Rochel, die beiden Herausgeber des Buches Migrationsland Schweiz, in dem sie verschiedene Autoren ihre Vorschläge für eine künftige Migrationspolitik der Schweiz präsentieren lassen. Da der politische Diskurs über die Migration angesichts immer gleicher Parolen in eine Sackgasse zu führen scheint, sind alternative Ansätze nötig. Die fünfzehn Beiträge der Autoren, die sich beruflich mit Migration auseinandersetzen oder im privaten Umfeld damit konfrontiert sind, vermitteln ein breites Spektrum an umsetzbaren politischen Maßnahmen. Leider sind die aufgezeigten Möglichkeiten recht einseitig ausgefallen, da fast alle Autoren eine liberalere Einwanderungspolitik gutheißen würden. getAbstract empfiehlt das Buch allen politisch Interessierten.

Über die Autoren

Herausgeberin Christine Abbt ist Professorin für Philosophie an der Universität Luzern. Ihr Forschungsfokus gilt der Demokratietheorie und Kulturphilosophie. Herausgeber Johan Rochel ist Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen und Mitglied des Ethik-Zentrums der Universität Zürich. Die 22 weiteren Autoren arbeiten mehrheitlich als Professoren oder Lehrbeauftragte, viele als Politologen, aber auch in den Bereichen Recht und Ökonomie.

 

Zusammenfassung

Politische Teilhabe für Ausländer

Migration ist zu einem politischen und gesellschaftlichen Dauerthema geworden. Dabei vergessen wir allerdings gern, dass Migration in zwei Richtungen erfolgen kann, als Zuwanderung ebenso wie als Auswanderung. Die ausgewanderten Schweizer, deren Wanderungssaldo seit vielen Jahren negativ ist, da mehr Schweizer Bürger aus- als einwandern, machen als sogenannte fünfte Schweiz mehr als 10 Prozent der Staatsangehörigen aus.

Die meisten Auslandschweizer haben in ihrem Einwanderungsland ein neues Zuhause gefunden, engagieren sich für die dortige Gesellschaft oder haben sich sogar einbürgern lassen. Wer will schon auswandern, um danach abseits zu stehen? Gleiches gilt für die in die Schweiz Eingewanderten. Die gesellschaftliche Teilhabe, zu der auch die politische Mitbestimmung gehört, ist ein wichtiges Partizipationsmerkmal, das nicht zwangsläufig mit einer Staatsbürgerschaft verbunden sein muss. Mit dieser als „citoyenneté“ bezeichneten Teilhabe können sich Bürger und Ausländer gleichermaßen für den Staat einsetzen, in dem sie leben. Häufig verfügen gerade Citoyens über vielfältige internationale Erfahrungen, die sie bestärken, sich...


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