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Neurofinance

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Neurofinance

Wie Vertrauen, Angst und Gier Entscheidungen treffen

Haufe,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Sollten Sie für Bargeld mehr Gefühle entwickeln als für Sex, dann keine Sorge: Das ist ganz normal.


Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Wissenschaftsbasiert
  • Augenöffner

Rezension

Vor die Wahl gestellt, nimmt das menschliche Gehirn lieber Geld als Sex, behaupten Hirnforscher. Aus solchen Erkenntnissen schließen die Autoren dieses Buches, dass beim Geld die Vernunft aufhört. Sie liefern eine Fülle von Beispielen, die die Irrationalität finanzieller Entscheidungen belegen. In den Hirnwindungen wallen durchaus die Emotionen, wenn über Geld nachgedacht wird. Der Vorschlag der Autoren, sich vor finanziellen Entscheidungen die emotionalen, unbewussten und sogar zufälligen Einflüsse bewusst zu machen, stimmt allerdings etwas ratlos. Die wenigen Ratschläge, die das Buch bereithält, sind kaum geeignet, praktische Hilfestellung zu leisten. Der Hinweis, sich lieber mit Verlusten abfinden zu lernen, ist wohl eher als Trost denn als Tipp zu verstehen. Dennoch empfiehlt getAbstract das Buch allen Anlegern und Verbrauchern, die die psychologischen Fallen des Kaufens und Verkaufens kennen lernen wollen.

Zusammenfassung

Ökonomische Entscheidungen aus dem Bauch heraus

Der Mensch kann zwar logisch denken und rechnen. Wird eine Aufgabe aber zu komplex, riskant oder unsicher, ist es vorbei mit der Vernunft. Viele Menschen machen sich darüber keine Gedanken, sie suchen auch nicht nach besseren, fundierteren Lösungen. Sie trainieren ihre Muskeln, nicht aber ihre Hirnwindungen. Dabei könnte sich diese Arbeit lohnen: Gerade ökonomische und finanzielle Entscheidungen sollten Sie stärker als bisher hinterfragen. Viele davon werden leichtsinnig getroffen – und später bereut. Wenn Sie wissen, wie Ihr Gehirn in Geldfragen tickt, werden Sie lernen, Ihre Entscheidungen distanzierter zu betrachten. Abnehmen kann Ihnen diese Aufgabe ohnehin niemand.

Fehler werden wiederholt

Einer der Gründe, weshalb dreiste Anlagebetrüger wie Bernard Madoff Erfolg haben und weshalb viele Menschen auf Börsenblasen hereinfallen, ist schlicht und einfach das Vergessen. Madoffs Masche – ein Pyramidensystem der Geldzu- und -abflüsse plus manipulierende Beziehungspflege – war nicht neu. Ebenso wenig ist die aktuelle Finanzkrise die erste ihrer Art. Von psychologischen Mechanismen wie der Gier getrieben, gehen...

Über die Autoren

Prof. Dr. Christian E. Elger ist Direktor der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn. Zudem ist er Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Life & Brain GmbH und Autor des Buchs Neuroleadership. Friedhelm Schwarz ist Wirtschaftsjournalist und beschäftigt sich mit den Themen Börse, Wirtschaft und Gesellschaft. Er ist Autor der Bücher Wirtschaftsimperium Kirche, Die Deutsche Bank, Das Multigenerationen-Unternehmen sowie Und jetzt ... die Wirtschaftsaussichten.


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