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New Dark Age

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New Dark Age

Der Sieg der Technologie und das Ende der Zukunft

C. H. Beck,

15 Minuten Lesezeit
6 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Wider die Technologiegläubigkeit – die dunkle Seite des Digitalzeitalters.


Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Augenöffner
  • Meinungsstark
  • Hintergrund

Rezension

Dieses Buch bürstet die naive Propaganda vom umfassenden Fortschritt durch Digitalisierung gründlich gegen den Strich. James Bridle sieht dunkle Wolken am Horizont. Das Buch liefert keine ausgewogene Analyse, sondern eine zugespitzte Kritik, die jedoch als notwendige Ergänzung mit Blick auf ein vollständiges Gesamtbild verstanden werden kann. Eine besondere Stärke sind die sehr plastisch erzählten Beispiele. Wer Digitalisierung strategisch denken will, muss alle ihre Aspekte kennen. 

Zusammenfassung

Die Computerisierung verändert unser Denken, indem sie uns totale Berechenbarkeit vorgaukelt.

Menschen vertrauen Anweisungen, die von einem Computersystem stammen, oft mehr als ihrer eigenen Erfahrung. Dieses als „Automation Bias“ bekannte Phänomen tritt in allen computerisierten Bereichen auf. Bei Verkehrspiloten wurde der Effekt besonders intensiv nachgewiesen und untersucht. Ein tragisches Beispiel ist der Abschuss einer Korean-Air-Maschine im August 1983 tief in sowjetischem Luftraum: Die Crew hatte bis zuletzt dem Autopiloten vertraut und zahlreiche Hinweise ignoriert, die auf eine dramatische Kursabweichung hindeuteten. In einer späteren Versuchsanordnung konfrontierte die NASA Besatzungen in einem Flugsimulator mit widersprüchlichen Feuermeldungen. Das Ergebnis: 75 Prozent folgten den Anweisungen des Bordcomputers und schalteten das falsche Triebwerk ab. Diese Quote reduzierte sich jedoch auf 25 Prozent, wenn die Crew eine traditionelle Checkliste nutzte. Alle Besatzungen hatten Zugriff auf zusätzliche Informationsquellen. Doch Crews, die der Automatik folgten, entschieden schneller und verzichteten auf eine angemessene...

Über den Autor

James Bridle ist Künstler und Autor. Er ist studierter Computerwissenschaftler. Er schreibt unter anderem für Wired, The Atlantic, The Guardian und The Observer. 2015 wurde er vom Magazin Wired zu den 100 einflussreichsten Menschen in Europa gezählt.


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    T. W. vor 3 Monaten
    Eine etwas wirre Mischung von relevanten Fakten und merkwürdigen Anekdoten. Es fehlt die klare Linie wie sich diese verbinden lassen. Faktenbeschreibung ohne echte Interpretation und Einordnung. Keine neuen Erkenntnisse, keine Wertschöpfung!
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    S. H. vor 8 Monaten
    Extreme Schwarzmalerei. So schlecht ist Digitalisierung nicht. Allerdings benötigt es umfangreiche Regelungen und eine digitale Ethik. - Alles nichts Neues, gibt es bereits.

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