Zusammenfassung von Niedergang

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Niedergang Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Umfassend
  • Meinungsstark

Rezension

Der Atheist Michel Onfray erzählt die Geschichte der abendländischen Kultur als Geschichte vom Aufstieg und Fall des Christentums. Dazu spannt er einen enormen Bogen – von Paulus bis zu George Bush, von der Christenverfolgung bis zu den islamistischen Terrorakten der Gegenwart. Er interpretiert Geschichte vom Ende her. Für ihn hat die christliche Kultur längst abgedankt. Sie muss weichen – entweder vor dem Islam, den Onfray für stark genug hält, eine kulturelle Macht in Europa zu werden, oder vor dem Transhumanismus, der Menschen und Maschinen verschmilzt. Dabei betrachtet Onfray den Gang der Geschichte durch eine sehr pessimistische Brille. So kommen die Werke William Shakespeares in dieser Geschichte ebenso wenig vor wie die Römischen Verträge oder die Erklärung der Menschenrechte. Auch gerät der Autor, was bei einer Zusammenschau von solcher Flughöhe nicht überrascht, bisweilen in reichlich spekulative Gefilde. Der selbstverliebte Schreibstil trägt noch dazu bei, dass Onfrays grandiose Geschichtsdeutelei etwas nach l’art pour l’art riecht, findet getAbstract.

Über den Autor

Der Philosoph Michel Onfray ist Gründer der Université Populaire in Caen. Er ist Autor von mehr als 25 Büchern, die in 25 Sprachen übersetzt wurden.

 

Zusammenfassung

Geschichte als Erzählung des Niedergangs

Es gibt viele Möglichkeiten, den Lauf der Geschichte zu beschreiben. Eine Möglichkeit ist, Geschichte als Ausdruck von Bewegungen zu verstehen, die aufkommen, erstarken und schließlich wieder zugrunde gehen. In diesem Sinne lassen sich die ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt als Aufstieg und Wachstum der christlichen Kultur beschreiben, gefolgt von Entartung, Vergreisung und Verfall.

Das Christentum gründet auf einer Fiktion

Für die Existenz Jesu gibt es keine Zeugnisse von Zeitgenossen. Es existiert kein solider Beweis dafür, dass er wirklich gelebt hat. Das Christentum gründet also auf einer Fiktion und einem immateriellen Körperkonzept, die zum Mythos verschmelzen. Die Verbindung von Religion und Politik geht zurück auf den Apostel Paulus, der den Grundstein zu einer politischen Theologie gelegt hat: So heißt es im Römerbrief von Paulus, dass jede staatliche Gewalt von Gott eingesetzt sei. Die Kirche war für Paulus, der an Impotenz und Neurosen litt, der Körper, den er selbst nicht besaß. Von Paulus an ist Jesus nicht mehr körperlos. Die Obrigkeit wurde nun als...


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