Zusammenfassung von Occupy Money

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Occupy Money Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Bei Mainstream-Ökonomen wird das Buch von Margrit Kennedy Kopfschütteln hervorrufen, doch die Autorin erwartet es nicht anders: Ihrer Meinung nach kann sie das Wirtschaftssystem nur deshalb unbefangen infrage stellen, weil sie aus einer anderen Fachrichtung kommt. Für Kennedy liegt die zentrale Ursache für Inflation und Krisen in der fehlerhaften Konstruktion des Geldsystems: Als Hauptschuldigen hat sie das Prinzip von Zins und Zinseszins ausgemacht. Nach ihrer Schätzung beträgt die Umverteilung von Arm zu Reich über die in Preisen und Steuern versteckten Zinsen allein in Deutschland etwa 600 Millionen Euro am Tag. Die von Kennedy vorgestellten Komplementärwährungen, die es z. T. schon lange gibt, und ihre neuen Vorschläge für alternative Geldentwürfe sind auch für Leser interessant, die ihrem sozialkritischen Ansatz nicht zustimmen. Das Buch ist sehr gut lesbar und bietet einen ausgezeichneten Einblick in die Argumente wirtschaftskritischer Bewegungen. Nach Meinung von getAbstract eignet es sich für jeden, der sich für eine kritische Auseinandersetzung mit unserem Wirtschafts- und Geldsystem interessiert und neuen Ideen offen gegenübersteht.

Über die Autorin

Margrit Kennedy ist Architektin und Städte- und Regionalplanerin. Von 1991 bis 2002 lehrte sie an der Universität Hannover. Das gemeinsam mit Bernard A. Lietaer verfasste Buch Regionalwährungen entwickelte sich zu einer Grundlage der europäischen Regionalgeldbewegung.

 

Zusammenfassung

Der Fehler im System

Zwischen 1970 und 2007 gab es nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) weltweit 124 Bankenkrisen, 326 Währungskrisen und 64 Schuldenkrisen von Staaten. Die gegenwärtige Krise hat sogar globale Ausmaße angenommen. Wir können es uns daher nicht mehr leisten, den internationalen Spekulanten, Investmentbanken und Versicherungen die Entscheidung darüber zu überlassen, was unsere Währungen wert sind. Der grundlegende Fehler unserer Wirtschaftsordnung liegt im Prinzip von Zins und Zinseszins: Aus der Forderung nach der Verzinsung von Kapital entsteht der geradezu pathologische Zwang zu raschem und anhaltendem Wachstum. Für Rücksichtnahme auf ökologische und soziale Belange bleibt da angesichts des durch den Zinseszinseffekt hervorgerufenen exponentiellen Wachstums kein Spielraum mehr. Das Prinzip der Nachhaltigkeit verträgt grundsätzlich sich nicht mit dieser Entwicklung.

Im gegenwärtigen System verliert das Geld im Lauf der Zeit an Wert: Dieses als Inflation bezeichnete Phänomen wird als Nebeneffekt in Kauf genommen; nahezu jede Währung in der Welt leidet darunter. Sparer und Anleger erwarten u. a. deshalb einen Zinsgewinn, weil ...


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