Zusammenfassung von Österreichische Schule für Anleger

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Österreichische Schule für Anleger Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Eins geben die Autoren dieses Buches – ein Ökonom und zwei Vermögensverwalter – gleich am Anfang zu: Heiße Tipps zur schnellen Geldvermehrung haben sie nicht zu bieten. Vielmehr wollen sie die zumindest in Europa weitgehend vergessenen Ideen der „Österreichischen Schule“ erklären und daraus Handwerkszeug für die Anlagepraxis ableiten. Der für den wissenschaftlichen Part zuständige Rahim Taghizadegan und seine Exegeten schreiben zwar gut, für Laien sind die Ausführungen aber keine leichte Kost; gelegentliche Zusammenfassungen oder Schaubilder wären hilfreich gewesen. Wer sich durchbeißt, lernt allerdings Muster erkennen, die im täglichen Kleinklein des Börsennewstickers übersehen werden. Gelegentlich wird provoziert, alarmistisch ist das Buch aber nicht, und die Autoren bleiben differenziert. Ohnehin verweisen sie immer wieder auf die typische Demut der „Österreicher“, was Prognosen angeht. Auch dass es schwierig ist, trotz Kenntnis der Muster das richtige Timing für die Anlage zu finden, wird nicht verschwiegen. getAbstract empfiehlt das Buch privaten und institutionellen Investoren, die einen alt-neuen Blick auf ihre Tätigkeit werfen wollen.

Über die Autoren

Rahim Taghizadegan ist Wirtschaftsphilosoph, Publizist und Gründer des Wiener Instituts für Wertewirtschaft. Ronald Stöferle und Mark Valek sind Partner bei der Vermögensverwaltung Incrementum in Liechtenstein und haben dort einen Fonds gegründet, der sich an den Prinzipien der Österreichischen Schule orientiert.

 

Zusammenfassung

Eine fast vergessene Denkrichtung

Von den Ideen der „Österreichischen Schule“, auch „Wiener Schule“ genannt, haben außerhalb der Volkswirtschaftsfakultäten nicht viele Zeitgenossen etwas gehört. Namen wie Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek sind zwar nicht ganz unbekannt, wofür sie stehen, weiß aber kaum noch jemand. Zu den Errungenschaften dieser Gruppe, die ihre Anfänge im späten 19. Jahrhundert hatte, gehören die Entwicklung der Grenznutzenlehre von Menger und die Konjunkturtheorie von Mises, dazu kamen die hayekschen Ideen von der Begrenztheit des Wissens und der Überlegenheit des freien Preismechanismus über staatliche Planung. Im Vergleich zu den Mainstream-Lehren Neoklassik und Keynesianismus fristet die Österreichische Schule in Europa ein Schattendasein. In den USA ist sie allerdings wieder recht präsent, und die Theorien der „Österreicher“ könnten auch hierzulande bei der Interpretation der ökonomischen Situation nützlich sein, die von extrem lockerer Geldpolitik und hoher Staatsverschuldung geprägt ist.

Auch Anleger können viele Lehren aus den Ideen der „Österreicher“ ziehen. Eine neue Zauberformel für die...


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