Zusammenfassung von Ohne Glück kein Erfolg

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Ohne Glück kein Erfolg Buchzusammenfassung
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Bewertung

8 Gesamtbewertung

8 Wichtigkeit

8 Innovationsgrad

9 Stil


Rezension

Vom Tellerwäscher zum Millionär – das ist der amerikanische Traum. Das Narrativ vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo jeder mit harter Arbeit nach oben kommen kann. Doch die Story stimmt so nicht. Denn Talent und harte Arbeit reichen heute weniger denn je. Der entscheidende Faktor ist der Zufall. Eine Portion Glück im richtigen Augenblick gehört immer dazu. Erst dann wird der Traum vom ganz großen Erfolg wahr. Robert H. Frank leistet mit diesem Buch Aufklärungsarbeit. Das gelingt ihm auf kurzweilige Art und Weise. Manchmal gerät er gar für einen Augenblick zu sehr ins Erzählen, was gewisse Redundanzen mit sich bringt. Als Wirtschaftswissenschaftler argumentiert er stichhaltig und überzeugend. Wenn er sich auf das Feld der Politik begibt, gelingt ihm das weniger. Die Behauptung, dass ein höheres Steueraufkommen zu einer besseren Infrastruktur führt, mag in einer Modellrechnung zutreffen. Ein kurzer Seitenblick auf aktuelle deutsche Infrastrukturprojekte reicht aber mindestens für ein dickes Fragezeichen. Die im letzten Teil des Buches skizzierten Vorschläge, um Konsum und Verschwendung, die oft kritisierten Schwachpunkte unseres Wirtschaftssystems in den Griff zu bekommen, sind jedenfalls höchst lesenswert. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die wissen wollen, was die Erkenntnisse der Verhaltensökonomik zu mehr sozialer Gerechtigkeit beitragen können.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • welche Rolle der Zufall für den Erfolg spielt,
  • warum es schädlich ist, die Bedeutung des Zufalls zu verdrängen, und
  • wie man dem entgegenwirken kann.
 

Über den Autor

Robert H. Frank ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Cornell University, Bestsellerautor und schreibt Wirtschaftskolumnen für die New York Times.

 

Zusammenfassung

Die Wurzel des Erfolgs

Persönlicher Erfolg ist das Ergebnis von Talent und Anstrengung – diese Ansicht ist nicht nur weitverbreitet, sondern das zentrale Narrativ der westlichen Leistungsgesellschaft. Doch sie ist falsch. In Wirklichkeit gehört immer auch eine ordentliche Portion Glück dazu. Den Beweis dafür liefern die vielen hart arbeitenden Menschen, die es nie zu nennenswertem Reichtum bringen. Zwar erhöhen Talent und harte Arbeit die Chancen auf einen Erfolg enorm, doch das allein reicht nicht. Schon der Ort der Geburt kann sich als Glücksfall erweisen. So schätzen Wirtschaftswissenschaftler, dass die Hälfte der Einkommensunterschiede weltweit von nur zwei Faktoren abhängen: dem Aufenthaltsland und der Einkommensverteilung in diesem Land. Es ist so, wie Napoleon Bonaparte einst feststellte: „Fähigkeit zählt wenig ohne Möglichkeit.“ Zu den glücklichen Fügungen gehört auch das richtige Los in der Genlotterie: Laut dem Ökonomen Alan Krueger korreliert in den USA das Einkommen von Eltern mit dem der Kinder fast genauso stark wie die Körpergröße. Beides wird überdurchschnittlich oft vererbt. Alle diese Faktoren haben einen großen Einfluss, aber nichts mit harter Arbeit zu tun. Talent und Fleiß begünstigen den Aufstieg zwar – doch am Ende sind die individuellen Unterschiede enorm.


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