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Rohstoff Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Viele rohstoffreiche Länder sind bitterarm, die wenigen Förderfirmen mit Sitz in der Schweiz dagegen steinreich. Warum eigentlich? Die Schweizer Nichtregierungsorganisation „Erklärung von Bern“ betraute ein neunköpfiges Autorenteam mit der Suche nach Antworten. Diese fallen überaus branchenkritisch aus: Im Fokus stehen skrupellos spekulierende Rohstoffhändler, die zunehmend reicher, mächtiger und unangreifbar werden. Mit dem Anprangern von ein paar Sündenböcken begnügt sich das Buch aber nicht. In Fallbeispielen, unterfüttert mit einer Menge Fakten, Diagrammen und Fotos, wird das Bild einer Branche gezeichnet, die in den letzten 50 Jahren fast unkontrolliert zu einem Moloch heranwuchs. Genau in diesem unbemerkten Aufstieg – oder besser: in der Ignoranz der Öffentlichkeit – orten die Autoren das Problem, nicht bloß in der kriminellen Energie einiger konkreter Übeltäter. Gefordert wird denn auch ein Umdenken auf politischer Ebene, basierend auf den erschreckenden Fakten, die das Buch beleuchtet. Eine dezidiert parteiische, aber fundierte Analyse einer weitgehend im Verborgenen agierenden Branche, die getAbstract allen Stimmbürgern, Wirtschaftskapitänen und Politikern jeglicher Couleur empfiehlt.

Über die Autorin

Die Erklärung von Bern ist eine Nichtregierungsorganisation, gegründet 1968 von Schweizer Theologen, die sich in der Schweiz für eine gerechtere Form der Globalisierung einsetzt. Sie operiert als Verein mit derzeit etwa 20 000 Mitgliedern und veröffentlicht regelmäßig Berichte und Bücher. Für Rohstoff waren insgesamt neun Autoren tätig.

 

Zusammenfassung

Die Schweiz, Paradies der Ressourcenschieber

Arm an Rohstoffen, reich dagegen an Rohstoffhändlern: Die Schweiz ist Sitz der weltgrößten Ressourcenschieber. Unter den zwölf umsatzstärksten Unternehmen des Landes sind sieben Rohstoffhändler. Grund: Die Steuersätze in der Schweiz gehören zu den niedrigsten der Welt, zugleich werden den Konzernen kaum staatliche Vorschriften gemacht. Ihre Macht wächst, denn viele wertvolle Rohstoffe, wie Erdöl und Edelmetalle, sind im 21. Jahrhundert so begehrt und umkämpft wie nie zuvor. Zwischen 1998 und 2010 haben sich die Erlöse der Händler um den Faktor 15 vermehrt – wer Ressourcen verteilt, wird immer reicher. Macht ohne Mandat und mangelnde soziale Verantwortung führen dazu, dass der Gewinn aus Ausbeutung und Verkauf von Bodenschätzen fast ausschließlich bei diesen global agierenden Giganten hängen bleibt. Zugleich passen sie sich dem Markt an: Die Händler werden durch Zukauf von Minen und Raffinerien immer mehr zu Produzenten, integrieren sich so immer tiefer in die Wertschöpfungskette und verringern ihre Abhängigkeit von schwankenden Handelspreisen.

Die meisten Erzeugerländer, mehrheitlich der Dritten Welt zugehörig, bleiben...


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