Zusammenfassung von Schnelles Denken, langsames Denken

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Schnelles Denken, langsames Denken Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Menschen sind gute intuitive Grammatiker, aber schlechte intuitive Statistiker. Jedes Kleinkind lernt sprechen, ohne die Regeln zu kennen. Wann immer wir jedoch Entscheidungen treffen müssen, selbst solche von großer Tragweite, stellt unser Gehirn uns ein Bein. Für seine Entscheidungsökonomie erhielt Daniel Kahneman – als einziger Psychologe bisher – den Wirtschaftsnobelpreis. Hier stellt er die wichtigsten Erkenntnisse aus mehreren Jahrzehnten Forschung vor. Leichtfüßig bindet er den Leser direkt in seine zahlreichen Gedankenexperimente ein. Ein ganz heißer Lesetipp, meint getAbstract.

Über den Autor

Daniel Kahneman lehrt in Princeton und gehört zu den weltweit einflussreichsten Kognitionspsychologen. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Ehrenpreise namhafter Universitäten und wurde 2002 als erster Nichtökonom mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.

 

Zusammenfassung

Zwei Denkmodi

Stellen Sie sich vor, Sie blicken in das Gesicht einer Frau: Ihre Brauen sind zusammengezogen, die Augen zu Schlitzen verengt, die Nasenflügel geweitet, der Mund ist aufgerissen. Wahrscheinlich werden Sie jetzt blitzartig denken: Diese Frau wird gleich einen unglaublichen Wutanfall bekommen. Das ist ein Beispiel für schnelles Denken. Überlegen Sie sich jetzt eine Lösung für folgendes Problem: 17 mal 24. Sie sehen gleich, dass es sich um eine Rechenaufgabe handelt. Sie erkennen ebenfalls, dass die Lösung sicherlich nicht 123 ist, aber vermutlich auch nicht 12 609. Während sie sich darüber das Gehirn zermartern, was das Ergebnis sein könnte, üben Sie sich in langsamem Denken.

Im Gehirn gibt es zwei Denkmodi, die als „System 1“ und „System 2“ bezeichnet werden. System 1 arbeitet automatisch, schnell, ohne willentliche Steuerung und ohne große Mühe. Wenn Sie die unterschiedlichen Entfernungen von Gegenständen erkennen, wenn Sie sich zu einem plötzlichen Geräusch hindrehen oder wenn Sie einen Angreifer anhand der lauten Stimme identifizieren, dann ist Ihr System 1 aktiv. Sie können das gar nicht verhindern.

Wenn System 2 zum Zug kommen...


Mehr zum Thema

Vom gleichen Autor

Immer ins Schwarze
7
Zwang zur Fairness
9
Checkliste für Entscheider
9

Ähnliche Zusammenfassungen

Vor dem Denken
7
Erst denken, dann zahlen
8
Digital denken statt Umsatz verschenken
7
Aus der Welt
9
What works
9
Misbehaving
8

Verwandte Kanäle

Kommentar abgeben

  • Avatar
  • Avatar
    R. T. vor 3 Jahren
    Sehr gut....
    Es ist sehr interesant Buch fur mich
    Vielen dank Getabstract
  • Avatar
    G. H. vor 3 Jahren
    Wunderbare Zusammenfassung eines tollen Buches. Aber man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass man hinterher besser in der Lage wäre, den eingespielten Mechanismen von System 1 und System 2 zu entkommen.
  • Avatar
    K. K. vor 3 Jahren
    Da ich es gelesen habe (und immer wieder darin lese), öffnet es immer wieder die Augen, wie unlogisch wir handeln - einfach aus der Tatsache heraus, dass unser schnelles Denken für eine Umwelt mit Säbelzahntigern gemacht wurde, und nicht für langsam rostende Nuklearkraftwerke und schleichendem Treibhauseffekt.

    Auch wenn es anstrengend ist, es fesselt immer wieder...

    Kahnemanns Buch sollte Pflichtlktüre für alle Besserwisser werden ;-)
  • Avatar
    C. H. vor 3 Jahren
    Sehr tiefgründig. Sehr anstrengend aber mega lohnenswert
  • Avatar
    C. K. vor 3 Jahren
    Ich mag Herr Kahnemann nicht wirklich darin widersprechen, wie unser Gehirn uns steuert. Allerdings finde ich es allein akademisch interessant, als Lebenshilfe verweist es in die falsche Richtung. Es bleibt zu wenig berücksichtigt, dass allein das System 1 – und damit meine ich das, was wir mal Intuition, mal Herz, mal Bauch, mal Gefühl nennen – uns a) überhaupt überleben lässt (ohne das System 1 kämen wir nicht lebendig über eine Straße), und b) all die Dinge der Menschheit hervorbringt, die wirklich großartig sind. Der Geist (System 2) erschafft nie Einzigartiges; nur die Seele kann das. Und: Das Risiko einer Entscheidung wird durch Zögern und Nachdenken ebensowenig kleiner wie Vorhersagen besser (siehe Selbstüberschätzung). Über das System 2 bessere Erkenntnisse, sprich: SICHERHEIT zu gewinnen, ist eine Illusion. Und darum geht es doch bei Entscheidungen, oder? Der Geist kann jede beliebige gedankliche Position einnehmen. Ob wir uns allerdings bei einer Entscheidung (oder generell einer Sache) sicher FÜHLEN, können wir uns nicht aussuchen. Sicherheit ist niemals eine kognitive Leistung. Ob ich mich sicher fühle, ob sich etwas richtig für mich anfühlt, kann das System 2 ebenso wenig beeinflussen wie, ob ich hungrig, müde oder verliebt bin. In diesem Sinne produziert das System 2 sicher MEHR Fehlentscheidungen als das System 1 ;)
  • Avatar
    C. K. vor 3 Jahren
    Verlust-Aversion ist einer der besterforschten Phänomene in der Psychologie. Davon sind ALLE Menschen und ALLE Lebensbereiche betroffen. Im materielle Sinne ist das Phänomen – bei aller Signifikanz – eher trivial. Viel spannender ist z. B., warum so viele Menschen in kaputten Beziehungen verbleiben. Jedes Entscheidungthema, jede Should-I-stay-or-should-I-go-Frage wird von der Tendenz geprägt, auf Bestehendem zu beharren.
  • Avatar
    J. B. vor 3 Jahren
    Die Höherbewertung des Verlustes wird aber hauptsächlich im Bereich Geld deutlich, da der materielle Nutzen in unserem Denken eine prägende Rolle einnimmt. Viele würden z.B. gerne Teilzeit arbeiten, aber erst wenn sie im Lotto gewonnenhaben. Obwohl es eventuell gesünder wäre, wiegt der Verlust an Geld deutlich schwerer. Daher versteht auch kaum einer, das Frauen auch gerne zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern, denn sie verzichten ja auf Geld. Ich glaube, im Grunde sind viele Männer neidisch darauf, aber der Verlust wiegt schwerer.
  • Avatar
    M. S. vor 7 Jahren
    in der welt der rasente schnelligkeit sollte man lernen, langsam zu gehen, sodass schneller am ziel kommen kann