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Schulden ohne Sühne?

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Schulden ohne SΓΌhne?

Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft

C. H. Beck,

15 ΠΌΠΈΠ½ Π½Π° Ρ‡Ρ‚Π΅Π½ΠΈΠ΅
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Аудио ΠΈ тСкст

Π§Ρ‚ΠΎ Π²Π½ΡƒΡ‚Ρ€ΠΈ?

Drohen uns Hyperinflation oder WΓ€hrungsreform? Fakten zur Staatsverschuldung.

1×

Bewertung der Redaktion

8

QualitΓ€ten

  • Hintergrund
  • Unterhaltsam

Rezension

Die Anspielung auf Dostojewski im Buchtitel passt. Wie im großen Roman des russischen Dichters kommen auch bei Finanzministern die Gewissensbisse erst, nachdem man sich untragbare Schuld bzw. Schulden aufgeladen hat. Die Autoren leuchten komplizierte Sachverhalte aus, ohne selbst kompliziert zu werden. In grundsolidem, aber nie langweiligem journalistischem Stil ziehen sie Bilanz und erklΓ€ren die aktuelle Finanzkrise und ihre Folgen fΓΌr Staaten, Banken und Regierungen. Ihre Antwort auf die Frage, warum Staaten so gerne Schulden machen und in gewissem Maß auch machen sollen, klingt ΓΌberzeugend: Um die Last großer Investitionen auf mehrere Generationen zu verteilen. Abgerundet wird die informative und unterhaltsame β€žStaatsverschuldungskundeβ€œ mit interessanten Details zu Ratingagenturen und Kreditschuldversicherungen sowie einem Blick in die Zukunft. Konkrete LΓΆsungsvorschlΓ€ge findet man in dem Buch zwar keine – aber Anstâße, wo danach zu suchen ist. getAbstract empfiehlt es allen, die sich fΓΌr die HintergrΓΌnde von Staatsschulden und -pleiten interessieren.

Zusammenfassung

Griechenland: der Gipfel des Eisbergs

β€žEin richtiger Staat geht nicht pleiteβ€œ: Dieser Meinung waren Anfang 2010 nicht nur Historiker und Politiker, sondern auch der einfache Mann auf der Straße. Dann jedoch trat unversehens der Ernstfall ein und die EuropΓ€ische Union musste ein Rettungspaket in dreistelliger MilliardenhΓΆhe auflegen, um Griechenland vor dem Bankrott zu bewahren und eine Erosion des Euros zu verhindern. Angefangen hatte die Eurokrise Ende Oktober 2009, als der neue Finanzminister Griechenlands ein Lamento ΓΌber die finanzielle Lage des Landes anstimmte. Griechische Staatsanleihen traten den Sinkflug an und rissen andere europΓ€ische Staatspapiere mit. Der Euro wankte. Eine Mischung aus Ignoranz, Schattenwirtschaft und Korruption, gepaart mit Verschleierungstaktik und BeschΓΆnigung der finanziellen Lage, fΓΌhrte mutmaßlich dazu, dass Griechenland immer tiefer im Schuldensumpf versunken war.

Die neue Regierung machte 2009 reinen Tisch, und das ursprΓΌnglich fΓΌr dieses Jahr gemeldete Haushaltsdefizit von 3,7 % des Bruttoinlandsprodukts verwandelte sich schlagartig in ein Defizit von 13 %. Ob Griechenland diesen Schuldenberg in den kommenden Jahren abtragen...

Über die Autoren

Kai A. Konrad ist Direktor am Max-Planck-Institut fΓΌr Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in MΓΌnchen. Er ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums der Finanzen. Holger ZschΓ€pitz ist leitender Wirtschaftsredakteur bei der Welt und der Welt am Sonntag. Er schreibt außerdem fΓΌr das politische Magazin Cicero.


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