Zusammenfassung von Schwarzbuch Öl

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Schwarzbuch Öl Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Ein typisches Werk des Genres „Patchwork-Publizistik“: Journalisten veröffentlichen ihre gesammelten Reportagen bearbeitet und unter einem einigenden Leitgedanken in Buchform. Doch der Kitt, mit dem die journalistischen Versatzstücke verbunden werden, ist mitunter etwas dünn gemischt. Einem in der Tageshektik entstandenen Zeitungsartikel mag man Stilblüten (wie z. B., dass Wolfsburg „der ground zero der deutschen Automobilindustrie“ sei) noch verzeihen, einem Buch mit seiner hoffentlich längeren Lebensdauer dagegen nicht. Trotzdem bietet sich dieser Polit-Sampler perfekt dazu an, der eigenen politischen Bildung im Rundumschlag auf die Sprünge zu helfen – wobei man nicht zart besaitet sein sollte: Die Öl-Historie ist naturgemäß eine Chronik von Krieg, Elend und Betrug. Bürgerkrieg im Sudan, die Yukos-Affäre, der Tschetschenien-Krieg, die Gazprom-Pipeline – es geht immer nur um eins: Energie. Das Buch vermittelt Informationen satt und ist darum allen zu empfehlen, die über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit auf dem aktuellen Stand sein wollen, findet getAbstract.

Über die Autoren

Thomas Seifert ist Redakteur beim österreichischen Nachrichtenmagazin News, für das er aus Russland, Saudi-Arabien, Afghanistan und dem Irak berichtet. Klaus Werner lebt als freier Journalist und Korrespondent für die Welt am Sonntag, den Standard und andere Medien in Rio de Janeiro.

 

Zusammenfassung

Das Ende des Öl-Zeitalters

Das Zeitalter des Öls ist bereits halb zu Ende. Nach Ansicht des prominenten US-Geologen Colin Campbell werden 50 % der globalen Ölreserven noch im Jahr 2005 gefördert worden sein. Das heißt, zukünftig wird die Produktion nicht weiter wachsen, sie kann nur noch sinken, der Gipfel (englisch „peak“) ist überschritten. Campbell traf bereits 1956 mit der Prophezeiung des US-Peak ins Schwarze: Er sagte den Höhepunkt der Inlandsförderung für die Zeit zwischen 1966 und 1972 voraus. Tatsächlich waren 50 % der nationalen Reserven der Vereinigten Staaten 1970 verbraucht.

Seit Jahren bringt der „Schlechte-Laune-Onkel der Wachstumsfetischisten“ auf Vortragsreisen seine unfrohe Botschaft unter die Leute; er rechnet mit 2,5 % jährlichem Rückgang der Ölförderung. Das bedeutet in der Folge rasant steigende Preise, Börsencrashs, Energiekrisen, Kriege. Die einzige Rettung vor dem Chaos sieht Campbell in seinem „Uppsala-Protokoll“: Die Industriestaaten müssen ihren Öldurst Jahr für Jahr um eben jene 2,5 % reduzieren – nicht nur mit Enthaltsamkeit, sondern auch durch die Nutzung alternativer Energieträger. Für Campbells Theorien gibt es ein augenfälliges...


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