Zusammenfassung von Steuerparadiese

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Steuerparadiese Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ
  • Umsetzbar

Rezension

Es ist ein Teufelskreis: Je höher die Steuerschraube gedreht wird, desto weniger fliesst am Ende ins Staatssäckel. Denn wenn die Schmerzgrenze erreicht ist, suchen viele Unternehmen und Privatleute nach sicheren Häfen für ihr Geld. Caroline Doggart beleuchtet in ihrem Buch alle legalen und halblegalen Möglichkeiten, dem Zugriff der Steuerbehörden zu entkommen: durch Offshore-Fonds oder Auswanderung, in Luxemburg, Tuvalu oder Vatikanstadt. Für jeden Steuermüden ist etwas dabei, komplett mit Tabellen, die die Vor- und Nachteile der verschiedenen Steuerparadiese auflisten. Allerdings sucht man kritische Distanz zum Thema vergeblich: Für die Autorin ist Steuervermeidung ein Ziel, das so gut wie jedes Mittel rechtfertigt. Beispiel Billigflaggen: Deren grosser Vorteil liegt ihrer Ansicht nach darin, dass sie die Anonymität der Schiffsbesitzer schützen. Dass es in der internationalen Seefahrt Schützenswerteres geben könnte als anonyme Reeder, scheint ihr entgangen zu sein. getAbstract empfiehlt das Buch Unternehmern und Privatleuten, die sich einen Überblick über die Möglichkeiten der Steuerflucht verschaffen wollen. Aber Achtung: Es wird keine Gewähr übernommen für den Fall, dass Sie sich statt im Paradies vor Gericht wiederfinden!

Über die Autorin

Caroline Doggart arbeitet als Steuerexpertin und freie Wirtschaftsberaterin u. a. für Banken und Offshore-Investmentfirmen. Ihr Buch erschien erstmals 1971, es gilt mittlerweile als Standardwerk zum Thema.

 

Zusammenfassung

Der Weg des Geldes

Steuerwettbewerb ist eines der ältesten Gewerbe der Menschheit. Er wird als Mittel der wirtschaftlichen Entwicklung genutzt, seit man zum ersten Mal auf die Idee kam, staatliche Abgaben zu erheben. Viele Hochsteuerländer haben sich jedoch in den vergangenen Jahren darauf verlegt, mit dem Finger auf so genannte Offshore-Finanzzentren zu zeigen, laut „Haltet den Dieb!“ zu schreien und sie zum Sündenbock für hausgemachte Wirtschaftsprobleme abzustempeln.

Studien belegen jedoch, dass die Ankläger diesen massiven Kapitaltransfer meist selbst zu verantworten haben: Wenn Industrienationen die Unternehmenssteuern um 1 % erhöhen, fliesst in der Folge 5 % mehr Kapital in die Offshore-Zentren, in die Karibik sogar 19 % mehr. Der Versuch vieler Hochsteuerländer, dieses Kapital zurückzuholen, indem sie Steueroasen zu Gesetzesänderungen zwingen, gleicht einer sinnlosen Verzweiflungstat. Denn vieles deutet darauf hin, dass das Geld in einem solchen Fall lediglich in die Schattenwirtschaft abwandert. Eine Situation, in der beide Seiten nur verlieren können: Offshore-Zentren werden ihrer Wirtschaftsgrundlage beraubt, und die Industrienationen sind am Ende ...


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