Zusammenfassung von Teilen, nicht töten

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Teilen, nicht töten Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Bewertung

8

Qualitäten

  • Inspirierend
  • Meinungsstark
  • Analytisch

Rezension

Papst Franziskus und der Ökonom Thomas Piketty haben 2014 eine Diskussion über die sich seit einigen Jahren immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich angestoßen. Friedhelm Hengsbach, Theologe und einer der renommiertesten Sozialethiker der Gegenwart, untersucht diese Entwicklung mit dem Schwerpunkt auf Deutschland und Europa genauer. Angesichts bedrückender Fakten im reichsten Land der EU, die ihrerseits nicht gerade eine arme Weltgegend ist, fordert er ein radikales Umdenken hin zu mehr Gerechtigkeit, Ausgleich und Solidarität. Soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Polarisierung fallen nicht vom Himmel. Hengsbach sieht die Ursachen in einem Wandel zu einer entfesselten, globalisierten Form des Kapitalismus und in der Tendenz der Politik, sich den Bedingungen des Marktes zu unterwerfen. Die Analyse und die Forderungen des Autors sind dezidiert links und sicher nicht ganz neu, aber in ihrer kurzen, prägnanten Zuspitzung formen sie sich zu einem diskussionswürdigen Plädoyer für das gleiche Recht aller Menschen, zu überleben, sich zu beteiligen und frei zu sein. getAbstract empfiehlt den kleinen Band allen Politikern, Unternehmern und Bürgern.

Über den Autor

Friedhelm Hengsbach war bis 2006 Professor für christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main und leitete das Oswald-von-Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik.

 

Zusammenfassung

Das aktuelle Wirtschaftssystem in der Krise

Papst Franziskus und der französische Ökonom Thomas Piketty lösten 2014 eine Diskussion über soziale Ungleichheit aus – und stießen prompt auf ein großes Echo. Beide griffen die Mechanismen des Marktes an: Mit seiner Aussage „Diese Wirtschaft tötet“ verurteilte der Papst die durch den Markt hervorgebrachten ungerechten sozioökonomischen Verhältnisse und forderte die Menschen in den reichen Ländern auf, den „Schrei der Armen“ zu hören.

Piketty geht in seinem Buch Das Kapital des 21. Jahrhunderts der Frage nach, was Gesellschaften auseinanderreißt. Die angeblichen Selbstheilungskräfte des Marktes, auf die ein Zweig der Ökonomie seit den 1980er-Jahren setzt, führen zwar zu steigenden Kapitalrenditen, diese bleiben jedoch auf wenige konzentriert, während die Wachstumsrate der Arbeitseinkommen sinkt. Soziale Spannungen sind die Folge.

Eine andere Folge dieser Entwicklung, die laut Piketty droht und von der der Papst glaubt, dass sie bereits eingetreten ist, sind „Vorkriege“, aus denen wirkliche Kriege werden können, und enorme Flüchtlingsströme – mehr als 3000 im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge aus Afrika allein...


Mehr zum Thema

Ähnliche Zusammenfassungen

Die ungleiche Welt
9
Confronting Capitalism
7
Ungleichheit
9
Verteilungskampf
8
Das Kapital im 21. Jahrhundert
9
Die weltweite Ungleichheit
8

Verwandte Kanäle

Kommentar abgeben