Rezension von Überflieger

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Überflieger Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Bewertung

8

Qualitäten

  • Inspirierend
  • Unterhaltsam
  • Innovativ

Rezension

Welche Menschen haben im Leben die besten Aussichten auf Erfolg? Genies natürlich, Menschen mit stupender Intelligenz. Tatsächlich? Malcolm Gladwell kommt in Überflieger zu einem ganz anderen Schluss. Er hat die Biografien besonders erfolgreicher Menschen unter die Lupe genommen und festgestellt: Über Erfolg oder Misserfolg bestimmen viele unterschiedliche Faktoren, und nur die wenigsten lassen sich gezielt beeinflussen. So entscheidet zum Beispiel der Geburtsmonat über sportliche Erfolge, Computergenies sind in der Regel um das Jahr 1955 geboren, und wer in Mathematik besonders gut sein möchte, sollte mit einer asiatischen Sprache aufwachsen. Ein unterhaltsames Buch, das eine ganz neue Perspektive auf das Thema Erfolg eröffnet – und die typisch amerikanische Erfolgsverherrlichung leise kritisiert.

Über den Autor

Malcolm Gladwell war Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist beim New Yorker, davor bei der Washington Post tätig. Mit Büchern wie Der Tipping Point, Blink! und Überflieger wurde er weltberühmt.

 

Das Glück der frühen Geburt

Auch in seinem dritten Buch (nach Tipping Point und Blink!) rüttelt Gladwell an konventionellen Denkweisen. In Überflieger lautet seine Ausgangsfrage: Woran liegt es, dass manche Menschen im Leben erfolgreich sind und andere scheitern? Auf der Suche nach einer Antwort formuliert der Autor zunächst die allgemeine Annahme, es sei im Wesentlichen eine Kombination von Begabung und Leistungsbereitschaft, die zum Erfolg führt. Der Mythos vom Tellerwäscher, der sich mit Beharrlichkeit zum Millionär hocharbeitet, ist, berichtet Gladwell, vor allem in den USA weiterhin sehr beliebt. Doch ganz so einfach ist es eben nicht. Erfolg hängt keineswegs nur von eigener Anstrengung ab, sondern von vielen Faktoren, die wir zu einem großen Teil nicht selbst bestimmen können.

Als Beispiel für solche externen Faktoren führt Gladwell sportlichen Erfolg an: Beim Blick auf die Geburtsdaten erfolgreicher kanadischer Eishockeyspieler, schreibt er, fällt auf, dass die meisten in den Monaten Januar bis April zur Welt gekommen sind. Kaum ein Spieler hat dagegen in der zweiten Jahreshälfte Geburtstag. Das liegt nun, so Gladwells Erklärung, nicht etwa am Sternzeichen oder ähnlichen Faktoren, sondern an einem Stichtag, dem 1. Januar. In Kanada ist Eishockey ein Volkssport, schon kleine Kinder stehen auf dem Eis, und gute Spieler werden früh gefördert. Die Altersgruppen richten sich nach dem Geburtsjahrgang. Ein Junge, der im Januar oder Februar Geburtstag hat, ist älter und deshalb naturgemäß ein wenig schneller und kräftiger als seine Teamkollegen, die gegen Ende des Jahres geboren wurden. Also setzt er sich durch, wird stärker gefördert und hat gute Chancen, ein erfolgreicher Spieler zu werden.


Mehr zum Thema

Vom gleichen Autor

Blink!
9
Auswahl, Glück und Spaghettisoße
9
Die sichere Nummer
8
David und Goliath
7
Der Tipping Point
8

Ähnliche Rezensionen

Ohne Glück kein Erfolg
8
Krise
9
Der große Ausbruch
9
Aus der Welt
9
Grit
7
Machine, Platform, Crowd
8

Verwandte Kanäle

Kommentieren Sie diese Rezension.