Zusammenfassung von Ökonomisch-philosophische Manuskripte

Berlin 1932
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Ökonomisch-philosophische Manuskripte Buchzusammenfassung
Fast der ganze Marx, enthalten in einer kurzen frühen Schrift.

Rezension

Der junge Marx erklärt Gott und die Welt der Arbeit

Die Ökonomisch-philosophischen Manuskripte von Karl Marx, auch Pariser Manuskripte genannt, enthalten bereits, in kürzester Form, die Hauptthesen des großen Denkers und sind damit eine Schlüsselschrift für sein Schaffen. Hier verbindet der erst 26-jährige Marx die Kritik der Nationalökonomie mit seiner eigenen Philosophie und legt den Grundstein für seine Theorien über die unermessliche Akkumulation von Reichtum um den Preis der Verelendung jener, die diesen Reichtum erschaffen. Er stellt Zusammenhänge her, die später den Hintergrund für Das Kapital bilden. Doch während er sich dort auf den titelgebenden Einzelaspekt konzentriert, spannt er hier das ganz große Panorama auf. Er entwickelt seine materialistische Geschichtsauffassung – und erklärt nicht nur die revolutionäre Rolle der Arbeiterklasse, mit ihrer Entfremdung in der industriellen Produktion, sondern tatsächlich Gott und die Welt. Und für die Utopie der kommunistischen Gesellschaft geht er, der doch bisweilen ein solch humanes Gesicht zeigt, über Leichen. Heute, da ein global entfesselter Kapitalismus eine nie da gewesene Konzentration von Reichtum in den Händen sehr weniger bewirkt hat, sind viele von Marx’ Gedanken von ungebrochener Aktualität.

Zusammenfassung

Lohnarbeit knechtet und entfremdet den Arbeiter
Die Notizen entstanden durch die Auseinandersetzung mit Texten französischer, englischer und deutscher Sozialisten sowie nationalökonomischer Denker. Zudem basieren sie auf dem Studium philosophischer und theologischer Werke. Die nationalökonomische...
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Über den Autor

Karl Marx wird am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Seine Familie ist jüdisch, konvertiert jedoch zum evangelischen Glauben, damit der Vater seinen Juristenberuf weiter ausüben kann. Nach dem Abitur 1835 an einem Trierer Gymnasium studiert Marx in Bonn und ab 1836 in Berlin Jura, Philosophie und Geschichte. 1841 promoviert er an der Universität Jena. Anschließend wird er Redakteur bei der Rheinischen Zeitung, wo er Probleme mit der Zensur bekommt; 1843 wird die Zeitung verboten. Im gleichen Jahr heiratet Marx seine Jugendfreundin Jenny von Westphalen. Bis 1845 weilt er im liberalen Frankreich, lernt dort Heinrich Heine kennen und ist Mitherausgeber der Deutsch-Französischen Jahrbücher. Auf Druck der preußischen Regierung wird er aus Frankreich ausgewiesen und geht nach Brüssel. 1844 lernt er den Fabrikantensohn Friedrich Engels kennen. 1849 siedelt er nach London über, nachdem er erneut aus Preußen und aus Paris ausgewiesen wurde. In London muss ihn sein Freund Engels finanziell unterstützen, denn Marx zeigt sich nicht unbescheiden: Die Tochter soll Klavierunterricht bekommen, seine Frau Urlaub an der See machen und er selbst gönnt sich den Luxus eines Privatsekretärs. Außerdem spekuliert er, wie einem Brief an seinen Onkel zu entnehmen ist: „Ich habe, was dich nicht wenig wundern wird, spekuliert, teils in amerikanischen Funds, namentlich aber den englischen Aktienpapieren, die wie Pilze in diesem Jahr hier aus der Erde wachsen. Diese Art von Operationen nimmt nur wenig Zeit fort, und man kann schon etwas riskieren, um seinen Feinden das Geld abzunehmen.“ In London beginnt Marx ein intensives Studium, dessen Frucht sein Hauptwerk ist: Das Kapital, eine Kritik der politischen Ökonomie und zugleich seine Begründung des historischen Materialismus. 1881 stirbt seine Frau, 1883 seine älteste Tochter Jenny, wenig später, allen Lebensmutes beraubt, er selbst: am 14. März 1883.


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