Zusammenfassung von Ungleichheit

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Ungleichheit Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Der „Papst der Ungleichheitsforschung“ (Taz), Anthony B. Atkinson, zitiert im Schlusswort seines Buches einen US-Senator des 19. Jahrhunderts: „Zwei Dinge sind wichtig in der Politik. Das Erste ist Geld, und an das Zweite erinnere ich mich nicht.“ Umso wichtiger, dass der erfahrene Ökonom seine Leser daran erinnert: Regierungen sollten die Interessen aller Menschen vertreten, auch jener, die sich nicht mit einem dicken Scheckbuch Gehör verschaffen können. Mit seinen 15 Maßnahmen gegen die Ungleichheit knüpft er da an, wo sein Schüler Thomas Piketty aufgehört hat. Er stürzt sich in das zähe Dickicht der Steuer-, Wettbewerbs- und Sozialpolitik, kämpft sich durch das Labyrinth volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung und entzaubert dabei einige Mythen der orthodoxen Wirtschaftstheorie. So manchem Realpolitiker werden angesichts seiner Vorschläge die Haare zu Berge stehen, und dass sie politisch schwierig umzusetzen sind, werden auch Atkinsons Anhänger zugeben. Umso erstaunlicher, dass selbst diese kühnen Ideen Großbritannien nur auf das Ungleichheitsniveau von 1979 zurückbefördern würden. getAbstract empfiehlt das Buch allen politisch Aktiven und Interessierten.

Über den Autor

Anthony B. Atkinson lehrt Wirtschaft in Oxford und an der London School of Economics. Außerdem ist er politischer Berater mit Schwerpunkt auf Einkommensverteilung und soziale Ungleichheit.

 

Zusammenfassung

Wenn Ungleichheit unerträglich wird

Totale Gleichheit zwischen den Menschen herzustellen, ist nicht erstrebenswert – das gegenwärtig unerträglich hohe Niveau der Ungleichheit zu verringern hingegen schon. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts schien in den USA die Einkommensungleichheit langsam aber sicher kleiner zu werden. Der Gini-Koeffizient, das statistische Maß für relative Ungleichheit, war seit 1929 um zehn Prozentpunkte gefallen. Doch seit den 1980er-Jahren steigt er wieder: Ein Fünftel des gesamten Bruttoeinkommens in den USA entfällt heute auf das oberste 1 Prozent und ist damit wieder auf dem Stand von vor 100 Jahren. Einige Wissenschaftler und Politiker fordern, sich statt auf wirtschaftliche Ungleichheit auf die Armutsbekämpfung zu konzentrieren. Doch auch die kommt in den meisten reichen Ländern nicht voran, im Gegenteil: Die Gefahr, von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen zu sein, war innerhalb der EU zuletzt deutlich größer als vor der Finanzkrise 2008. Und ein Vergleich zwischen 15 OECD-Ländern zeigt: Mit Ausnahme der Schweiz geht ein höherer Anteil der Spitzeneinkommen am Gesamtbruttoeinkommen immer mit größerer Armut einher.

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    Veit-Yvon Severin vor 12 Monaten
    Der letzte halbe Absatz zeigt noch einmal deutlich, wer warum so vehement gegen die selbst auferlegte Schere im Kopf angeht. Die Indoktrination ist im "Westen" so viel gefährlicher als sie es im Ost-Block je war, denn hier verorten sich die konservativsten Verhinderer einer Zukunftspolitik, die alle Menschen teilhaben lässt. - Das Buch lädt zum Weiterdenken an.
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    Marc Stampfli vor 2 Jahren
    Viel blödsinn.. „Banken wissen nicht wem sie Kredit gegeben haben.“ !!??
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      Davyd Rabinovych vor 9 Monaten
      Diese Phrase mag unklar formuliert sein, doch vermutlich ist hier jener Zustand gemeint, als Banken mit den Erträgen aus den vergebenen Krediten gerechnet haben und anfingen mit Wertepapieren zu handeln.
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    Felix Mönkemeyer vor 2 Jahren
    Ein sehr gutes Buch das sich mal gegen den Mainstream stellt. Vor allem Deutschland sollte das mal beachten, die schwache Binnendynamik schadet der Wirtschaft und den Unternehmen!
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    Georg Panagos vor 2 Jahren
    ich verstehe nicht wie die Benotung von Getabstract so hoch ist, wenn das Buch so Fremd von der Realität ist
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      Andreas Neisser vor 2 Jahren
      Hallo Herr Panagos, in seiner Diagnose unserer Wirtschaft und Gesellschaft ist das Buch unserer Ansicht nach keineswegs realitätsfremd. Das könnte man allenfalls von manchen - nicht allen! - der Verbesserungsvorschläge von Herrn Atkinson behaupten. Entsprechend haben wir das Buch auch nicht nach dem Kriterium Umsetzbarkeit bewertet, sondern nach seiner Bedeutung für die Debatte zum Thema Ungleichheit. Freundliche Grüsse, Andreas Neisser, getAbstract.
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      Georg Panagos vor 2 Jahren
      Ich würde mir dann wünschen, dass alle sonst genutzten Kriterien bewertet werden, so dass man sich ein umfassenderes Bild zum Buch machen kann.
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    Marcel Heide vor 2 Jahren
    Altbekanntes aufgewärmt serviert! Keinerlei Erkenntnisgewinn.
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    Xaver Baumberger vor 2 Jahren
    Wenn das ganze nur so einfach wäre. Die Vorschläge sind bestenfalls gut gemeint, sind aber meilenweit von einer freiheitlichen Ordnung und praktiblen Regelung entfernt.