Zusammenfassung von Unser Wohlstand und seine Feinde

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Unser Wohlstand und seine Feinde Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Analytisch
  • Hintergrund

Rezension

„Echtes Geld für echte Investitionen in echte Fabriken? Das ist zu riskant für mich. Wir wollen unser Geld zurück – und zwar jede Nacht.“ Mit erstaunlicher Offenherzigkeit beschrieb Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein dem Autor seine Geschäftsphilosophie und bestätigte damit dessen These: Banken und Regierende sind miteinander ins Bett gegangen und haben einen Bastard gezeugt. Dieses kreditsüchtige Untier treibt Bankbilanzen und Boni ebenso wie die Wohlstandsillusionen der Bürger und die Wiederwahlchancen der Politiker in die Höhe. Gabor Steingarts provokante Analyse der Krise und ihrer historischen Ursachen trifft oft ins Schwarze, selbst wenn er rhetorische Pointen und markige Metaphern mitunter überstrapaziert. Nur scheint einiges nicht ganz zu Ende gedacht: Der deutsche Spareifer, so sein Vorschlag, soll den Regierenden ihre Schuldenexzesse austreiben – als hätten die gigantischen Sparvermögen nichts mit dem kreditfinanzierten Wachstum der vergangenen Jahre zu tun. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich echtes Geld für echte Investitionen in eine echte Zukunft wünschen und letzten Endes ihr Geld von den Lloyd Blankfeins dieser Welt zurückhaben wollen.

Über den Autor

Gabor Steingart ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt und Herausgeber der gleichnamigen Wirtschaftszeitung. Zuvor hat er die Spiegel-Büros in Berlin und Washington geleitet.

 

Zusammenfassung

Entfernte Verwandte

Nach Jahren der Banken-, Euro- und Staatenrettungen haben viele den Glauben an unsere Wirtschaftsordnung verloren. Leider beruht die Kritik oft auf einer Verwechslung zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus. Tatsächlich sind die beiden Bereiche nämlich so entfernt miteinander verwandt wie Wolf und Haushund. Der wölfische Urkapitalist wollte Beute machen, ohne Rücksicht auf Verluste: fressen und gefressen werden, Sieger und Verlierer, das Dasein als archaischer Überlebenskampf. Der Marktwirtschaftler hingegen hat sich in einem langen Evolutionsprozess zum Haushund entwickelt, einem Wesen, das fairen Wettbewerb und die friedliche Kooperation zwischen Kapital und Arbeit anstrebt und niemals die Hand beißt, die es füttert. Allerdings wurde das Wölfische im Hund nie ganz ausgemerzt. Und als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Wachstumsraten nachließen und die Kreditfinanzierung des Wohlstands ihren großen Aufschwung nahm, da ging aus der allzu engen Verbindung von Finanzindustrie und Politik eine neue Ökonomie, eine Bastardökonomie, hervor, die unseren Wohlstand bedroht – das Wölfische kehrte zurück.

Vom Anfang und Ende des Kapitalismus...


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